Män­gel­be­sei­ti­gungs­kos­ten – und das Fest­stel­lungs­in­ter­es­se des Käu­fers

Ein Fest­stel­lungs­in­ter­es­se des Geschä­dig­ten (Käu­fers oder Bestel­lers) kommt bei einer – gege­be­nen – Scha­dens­ab­rech­nung nach den vor­aus­sicht­li­chen Män­gel­be­sei­ti­gungs­kos­ten ins­be­son­de­re im Hin­blick auf die Umsatz­steu­er in Betracht; denn die­se kann ein Geschä­dig­ter erst dann gel­tend machen, wenn er die Män­gel­be­sei­ti­gung tat­säch­lich durch­füh­ren lässt 1.

Män­gel­be­sei­ti­gungs­kos­ten – und das Fest­stel­lungs­in­ter­es­se des Käu­fers

Ent­spre­chen­des gilt für Ver­mö­gens­nach­tei­le auf­grund even­tu­el­ler Preis­stei­ge­run­gen und im Zuge der Arbei­ten auf­tre­ten­der wei­te­rer Sanie­rungs- oder Ent­sor­gungs­kos­ten.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 11. Dezem­ber 2015 – V ZR 26/​15

  1. vgl. hier­zu BGH, Urteil vom 22.07.2010 – VII ZR 176/​09, BGHZ 186, 330 Rn. 16[]