Mak­ler­pro­vi­si­on nach einem Jahr

Ein Mak­ler ver­dient sei­nen Pro­vi­si­ons­an­spruch nur, wenn er das Geschäft tat­säch­lich nach­ge­wie­sen hat, wenn also sei­ne Tätig­keit für den spä­te­ren Ver­trags­schluss ursäch­lich war. Dies gilt auch dann, wenn das spä­te­re Geschäft ohne wei­te­res Zutun des Mak­lers zustan­de gekom­men ist. Aller­dings hat hier der BGH nun eine zeit­li­che Gren­ze ein­ge­zo­gen:

Mak­ler­pro­vi­si­on nach einem Jahr

Sind zwi­schen dem Nach­weis und dem Abschluss des Haupt­ver­tra­ges ein Jahr (oder mehr) ver­gan­gen, strei­tet nicht mehr ein sich von selbst erge­ben­der Schluss auf den Ursa­chen­zu­sam­men­hang für den Mak­ler.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 6. Juli 2006 – III ZR 379/​04