Mar­ken­recht­li­che Abgren­zungs­ver­ein­ba­run­gen – und die Schrift­form

Das Schrift­form­erfor­der­nis des bis zum 31.12 1998 gel­ten­den § 34 GWB aF gilt nicht für kenn­zei­chen­recht­li­che Abgren­zungs­ver­ein­ba­run­gen.

Mar­ken­recht­li­che Abgren­zungs­ver­ein­ba­run­gen – und die Schrift­form

Das Schrift­form­erfor­der­nis erfasst aus­drück­lich nur Kar­tell­ver­trä­ge und Kar­tell­be­schlüs­se (§§ 2 bis 8 GWB aF) sowie Ver­trä­ge, die Beschrän­kun­gen der in den §§ 16, 18, 20 und 21 GWB aF bezeich­ne­ten Art ent­hal­ten.

Soweit zei­chen­recht­li­che Abgren­zungs­ver­ein­ba­run­gen mit § 1 GWB ver­ein­ba­re Wett­be­werbs­be­schrän­kun­gen ent­hal­ten, han­delt es sich indes um eine tat­be­stand­li­che Reduk­ti­on des Kar­tell­ver­bots. Soweit ein Ver­stoß gegen Kar­tell­recht vor­liegt, ist eine Abgren­zungs­ver­ein­ba­rung bereits nach § 1 GWB aF unwirk­sam.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 12. Juli 2016 – KZR 69/​14