Meh­re­re Rech­nungs­pos­ten – ein­heit­li­cher Anspruch – Mahn­be­scheid

Wird ein ein­heit­li­cher Anspruch gel­tend gemacht, der sich aus meh­re­ren Rech­nungs­pos­ten zusam­men­setzt, bedarf es kei­ner Auf­schlüs­se­lung der Rech­nungs­pos­ten im Mahn­be­scheid. Die ent­spre­chend not­wen­di­ge Sub­stan­ti­ie­rung kann im Lau­fe des Rechts­streits beim Über­gang in das strei­ti­ge Ver­fah­ren nach­ge­holt wer­den 1.

Meh­re­re Rech­nungs­pos­ten – ein­heit­li­cher Anspruch – Mahn­be­scheid

Nur wenn der im Mahn­be­scheid gel­tend gemach­te Betrag meh­re­re, nicht auf einem ein­heit­li­chen Anspruch beru­hen­de und des­halb selb­stän­di­ge Ein­zel­for­de­run­gen umfasst, bedarf es bereits einer Auf­schlüs­se­lung im Mahn­be­scheid, gege­be­nen­falls unter Bezug­nah­me auf Rech­nun­gen und sons­ti­ge Urkun­den. In die­sen Fäl­len kann eine Indi­vi­dua­li­sie­rung nach Ablauf der Ver­jäh­rungs­frist im anschlie­ßen­den Streit­ver­fah­ren nicht nach­ge­holt wer­den 2.

Nach die­sen Grund­sät­zen ist bei einem ein­heit­li­chen Anspruch eine nähe­re Auf­schlüs­se­lung der For­de­rung im Mahn­be­scheid für die Zuläs­sig­keit der Kla­ge nicht erfor­der­lich. Die erfor­der­li­che Sub­stan­ti­ie­rung kann die Klä­ge­rin im Rechts­streit nach­ho­len.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 28. Janu­ar 2014 – VI ZR 248/​13

  1. BGH, Urteil vom 10.10.2013 – VII ZR 155/​11, NJW 2013, 3509 Rn. 16[]
  2. BGH, Urtei­le vom 17.11.2010 – VIII ZR 211/​09, NJW 2011, 613 Rn. 11; und vom 21.10.2008 – XI ZR 466/​07, VersR 2010, 223 Rn. 18[]