Miet­erhö­hungs­be­geh­ren mit ver­al­te­tem Miet­spie­gel

Ein Miet­erhö­hungs­be­geh­ren ist nicht des­halb aus for­mel­len Grün­den unwirk­sam, weil der Ver­mie­ter dar­in zur Begrün­dung auf den bis­her gel­ten­den Miet­spie­gel und nicht auf den kurz zuvor ver­öf­fent­lich­ten neu­es­ten Miet­spie­gel Bezug genom­men hat.

Miet­erhö­hungs­be­geh­ren mit ver­al­te­tem Miet­spie­gel

Dass die Ver­mie­te­rin dar­in noch auf den Miet­spie­gel 2007 Bezug nimmt, obwohl im Amts­blatt der Stadt B. weni­ge Tage zuvor bereits der Miet­spie­gel für das Jahr 2009 ver­öf­fent­licht wor­den war, führt nicht dazu, dass es dem Miet­erhö­hungs­ver­lan­gen an der nach § 558a Abs. 2 Nr. 1 BGB erfor­der­li­chen Begrün­dung fehlt. Viel­mehr han­delt es sich – ähn­lich wie bei Ein­ord­nung der Woh­nung des Mie­ters in ein unzu­tref­fen­des Miet­spie­gel­feld 1 – um einen bloß inhalt­li­chen Feh­ler.

Bun­des­ge­richts­hof, Ver­säum­nis­ur­teil vom 6. Juli 2011 – VIII ZR 337/​10

  1. vgl. dazu BGH, Urtei­le vom 12.12.2007 – VIII ZR 11/​07, NZM 2008, 164 Rn. 16; und vom 11.03.2009 – VIII ZR 316/​07, WuM 2009, 239 Rn. 8[]