Mietminderung bei Wohnflächenunterschreitung

Ein Mangel einer aufgrund einer Flächenabweichung kann nach einem heute verkündeten des s auch dann vorliegen kann, wenn der schriftliche keine Angaben zu der enthält, dafür allerdings entsprechende Angaben im Vorfeld des Vertragsschlusses erfolgt sind.

Mietminderung bei Wohnflächenunterschreitung

In dem vom entschiedenen Fall mietete die in vom Beklagten eine Dachgeschosswohnung in Mannheim. Der schriftliche Mietvertrag enthält keine Angaben zur Größe der , diese sind in dem verwendeten Vordruck auch nicht vorgesehen. Die war von einer Immobilienmaklerin mit folgender Annonce in der angeboten worden: „MA-hof, 3 ZKB-DG, , ca. 76 m², Parkett, EBK, DM 890,- + NK“. Vor Abschluss des Mietvertrages wurden der Mieterin eine Grundrissskizze sowie eine detaillierte übergeben, in der die Gesamtgröße der mit 76,45 Quadratmetern ausgewiesen wird. Die Mieterin hat mit der , die habe lediglich eine Wohnfläche von 53,25 Quadratmetern, unter anderem die überzahlter geltend gemacht. Das Mannheim hat der teilweise stattgegeben1. Das Mannheim hat auf die des beklagten Vermieters die abgewiesen2.

Die dagegen gerichtete der Mieterin hatte beim Erfolg, der entschied, dass angesichts der Geschehnisse bis zur Unterzeichnung des Mietvertrages alleine dem Fehlen von Angaben zur sgröße in dem stext, die dort auch nicht vorgesehen waren, nicht entnommen werden kann, dass sich die bei Abschluss des es bezüglich der Wohnfläche nicht vertraglich binden wollten. Die vom festgestellten Gesamtumstände lassen vielmehr darauf schließen, dass die den schriftlichen in der beiderseitigen, dem jeweiligen spartner erkennbaren Vorstellung geschlossen haben, die weise die zuvor angegebene Wohnfläche auf. Dies begründet eine konkludente barung über die sgröße. Liegt – wie im entschiedenen Fall – eine Wohnflächenunterschreitung um mehr als zehn Prozent vor, führt dies nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs3 zu einer gemäß § 536 BGB.

, vom 23. Juni 2010 – VIII ZR 256/09

  1. AG Mannheim, vom 07.11.2007 – 17 C 460/06[]
  2. LG Mannheim, vom 24.09.2008 – 4 S 189/07[]
  3. vgl. zuletzt BGH, vom 10.03.2010 – VIII ZR 144/09[]

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