Mög­li­che Kon­se­quen­zen der Unfall­flucht

Nicht immer steckt hin­ter der uner­laub­ten Ent­fer­nung von einem Unfall­ort Bös­wil­lig­keit. So man­cher Unfall­ver­ur­sa­cher reagiert im Schock oder glaubt, dass ein an die Wind­schutz­schei­be gekleb­ter Zet­tel aus­rei­che. In der Recht­spre­chung bil­det ein sol­ches Ver­hal­ten aller­dings unver­se­hens uner­laub­tes Ent­fer­nen vom Unfall­ort laut § 142 StGB.

Mög­li­che Kon­se­quen­zen der Unfall­flucht

Was umgangs­sprach­lich als Unfall­flucht oder Fah­rer­flucht bezeich­net wird, kann für den Betrof­fe­nen straf­recht­li­che Kon­se­quen­zen nach sich zie­hen. Gene­rell wird von einem Unfall­ver­ur­sa­cher oder mög­li­chem Ver­ur­sa­cher erwar­tet, dass er zumin­dest alles unter­nimmt, um Unfall­geg­nern bzw. Betei­lig­ten gegen­über alle rele­van­ten Daten zu über­mit­teln. Was aber pas­siert, wenn weder Unfall­geg­ner noch Poli­zei vor Ort sind, um die Daten auf­zu­neh­men? In die­sem Fall stellt das Gesetz eini­ge Anfor­de­run­gen an den Unfall­ver­ur­sa­cher: Ist nie­mand bereit die gefor­der­ten Fest­stel­lun­gen nach dem Unfall ent­ge­gen­zu­neh­men, ist der Ver­ur­sa­cher ver­pflich­tet eine ange­mes­se­ne Zeit am Unfall­ort zu war­ten. Dabei darf er sich nicht mehr als 200 m vom Unfall­ort ent­fer­nen oder umste­hen­de Gebäu­de auf­su­chen. Erwar­tet wird eben­falls nach einer ange­mes­se­nen War­te­zeit, dass der Ver­ur­sa­cher den Unfall nach­mel­det. Kommt er die­sen Maß­nah­men nach, ist dem Gesetz in aller Regel genü­ge getan. Han­delt ein Unfall­ver­ur­sa­cher aller­dings ent­ge­gen den gesetz­li­chen Vor­schrif­ten zieht dies in den meis­ten Fäl­len nicht nur straf­recht­li­che Kon­se­quen­zen nach sich. Unfall­ver­ur­sa­cher, die sich dem Vor­wurf der Fah­rer­flucht gegen­über­se­hen, sind ohne anwalt­li­che Hil­fe eher sel­ten in der Lage, alle Fol­gen und straf­recht­li­chen Belan­ge zu über­bli­cken. Kurz­fris­tig einen pas­sen­den Anwalt zu fin­den, ist mitt­ler­wei­le auch im Inter­net mög­lich, so bie­tet die 1958 von Dr. Gün­ter Hol­ly gegrün­de­te Anwalts­kanz­lei in Ihrem Web­auf­tritt unter www.hrh-anwaelte.de neben kom­pe­ten­ter Hil­fe zu vie­len Rechts­fra­gen unter­schied­lichs­ter Berei­che auch die anwalt­li­che Ver­tre­tung in Ver­kehrs- und Straf­rechts­sa­chen an.

Fol­gen der Fah­rer­flucht unter straf­recht­li­chem Aspekt

Uner­laub­tes Ent­fer­nen vom Unfall­ort kann mit Geld­stra­fe oder Frei­heits­ent­zug geahn­det wer­den. Mög­li­che Fol­gen in Abhän­gig­keit von der Scha­dens­hö­he kön­nen auch das Fahr­ver­bot für ein bis drei Mona­te oder der Ent­zug der Fahr­erlaub­nis sein. Außer­dem wird es bei einem Fahr­ver­bot 2 Punk­te und bei Ent­zug des Füh­rer­scheins 3 Punk­te in Flens­burg geben.

Ver­si­che­rungs­recht­li­che Fol­gen

Bei einem Ver­stoß gegen § 142 StGB kann der Ver­si­che­rer des Unfall­flüch­ti­gen die Scha­dens­re­gu­lie­rungs­sum­me bis zu einer maxi­ma­len Höhe von 5000 Euro zurück­ver­lan­gen. Ein ange­fal­le­ner Ver­lust des Scha­den­frei­heits­ra­batts bleibt indes­sen jedoch wei­ter­hin bestehen.

Hand­lungs­spiel­raum für den Fach­an­walt

Nicht immer tref­fen Vor­wür­fe der Unfall­flucht auch wirk­lich zu. Um die Situa­ti­on zu klä­ren, ist es not­wen­dig einen Fach­an­walt zu beauf­tra­gen. Die­ser wird zunächst ein­mal die Vor­wür­fe prü­fen. Hier­bei spielt es eine Rol­le, ob sich der Unfall über­haupt in einem öffent­li­chen Ver­kehrs­raum ereig­net hat und ob Zeu­gen­aus­sa­gen tat­säch­lich dar­auf hin­deu­ten, um wel­chen Fah­rer es sich gehan­delt haben könn­te. Da die Ver­hän­gung von Fahr­ver­bo­ten und Füh­rer­schein­ent­zug mit der Scha­dens­hö­he ein­her­ge­hen, wird der Anwalt selbst den Scha­den genau prü­fen lassen,um mög­li­che Kon­se­quen­zen zu ver­mei­den. Ein Anwalt wird bei­spiels­wei­se auch klä­ren, ob der Unfall über­haupt wahr­nehm­bar war und ob der Ver­ur­sa­cher auf­grund einer Schock­re­ak­ti­on den Unfall­ort ver­las­sen hat.