Das Vorbringen einer Partei, das auf einen gewährten Schriftsatznachlass hin erfolgt, ist nach § 296a Satz 2 ZPO zu berücksichtigen, soweit es mit dem erteilten Hinweis im Zusammenhang steht1. Hat das Gericht einer Partei eine Schriftsatzfrist gemäß § 139 Abs. 5 ZPO gewährt, so ist dem Gegner zum nachgereichten Schriftsatz rechtliches Gehör zu gewähren2. Dies gilt zumindest dann, wenn das nachgelassene Vorbringen vom Gericht als entscheidungserheblich angesehen wird und damit eine Stellungnahme des Gegners erfordert3.
Bundesgerichtshof, Beschluss vom 18. März 2010 – I ZR 1/09
- Musielak/Stadler, ZPO, 7. Aufl., § 139 Rdn. 30; Prütting in Prütting/Gehrlein, ZPO, § 139 Rdn. 20; Zöller/Greger, ZPO, 28. Aufl., § 139 Rdn. 14; MünchKomm.ZPO/Prütting, 3. Aufl., § 296a Rdn. 6[↩]
- Deppenkemper in Prütting/Gehrlein aaO § 296a Rdn. 6 a.E.[↩]
- Musielak/Stadler aaO § 139 Rdn. 30; Zöller/Greger aaO § 139 Rdn. 14 und § 296a Rdn. 4; MünchKomm.ZPO/Wagner aaO § 139 Rdn. 58; siehe auch BGH, Beschluss vom 15.2.2005 – XI ZR 144/03, BGH-Rep. 2005, 936[↩]











