Nega­ti­ve Fest­stel­lungs­kla­ge – und der wider­kla­gen­de posi­ti­ve Fest­stel­lungs­an­trag

Ein Wide­r­an­trag ist unzu­läs­sig, da ihm das Pro­zess­hin­der­nis der ander­wei­ti­gen Rechts­hän­gig­keit (§ 261 Abs. 3 Nr. 1 ZPO) ent­ge­gen steht, wenn er ledig­lich die spie­gel­bild­li­che posi­ti­ve Ent­spre­chung des von der Arbeit­ge­be­rin gestell­ten nega­ti­ven Fest­stel­lungs­an­trags dar­stellt.

Nega­ti­ve Fest­stel­lungs­kla­ge – und der wider­kla­gen­de posi­ti­ve Fest­stel­lungs­an­trag

Die Abwei­sung des nega­ti­ven Fest­stel­lungs­an­trags als unbe­grün­det ent­hält zugleich die posi­ti­ve Fest­stel­lung des kon­tra­dik­to­ri­schen Gegen­teils.

Daher sperrt der nega­ti­ve Fest­stel­lungs­an­trag die Mög­lich­keit eines auf das glei­che Rechts­schutz­ziel gerich­te­ten posi­ti­ven Fest­stel­lungs­be­geh­rens1.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Beschluss vom 23. August 2016 – 1 ABR 43/​14

  1. vgl. BAG 8.06.2004 – 1 ABR 13/​03, zu B II 2 der Grün­de mwN, BAGE 111, 36