Nota­rhaf­tung für Not­we­ge­rech­te

Der Notar ver­stößt gegen sei­ne ihm im Rah­men der Beur­kun­dung eines Grund­stücks­kauf­ver­tra­ges oblie­gen­de Pflicht zur Sach­ver­halts­auf­klä­rung, wenn er mit den Betei­lig­ten nicht die Not­wen­dig­keit der ihm, nach Ein­sicht in das Grund­buch, bekann­ten Wege und Lei­tungs­rech­te für das nicht an öffent­li­che Stra­ßen ange­bun­de­ne, den Ver­kaufs­ge­gen­stand bil­den­de Teil­stück erör­tert.

Nota­rhaf­tung für Not­we­ge­rech­te

Der Scha­den des Erwer­bers liegt im Min­der­wert sei­nes Grund­stücks, der zu ermit­teln ist anhand des gemin­der­ten Wer­tes des Vor­der­lie­ger­grund­stücks infol­ge der Belas­tung mit einem Not­we­ge­recht, die mit den Kos­ten einer ange­mes­se­nen Not­we­ger­en­te gleich­zu­set­zen ist.

Ober­lan­des­ge­richt Cel­le, Urteil vom 26. August 2009 – 3 U 58/​09