Nut­zungs­ent­gelt für Gara­gen­flä­chen

Bei der Ermitt­lung des orts­üb­li­chen Nut­zungs­ent­gelts für Gara­gen­flä­chen in den neu­en Län­dern (§ 5 Abs. 1 Nut­zungs­ent­gelt­ver­ord­nung) müs­sen zwar Ein­zel­fäl­le außer Betracht blei­ben, in denen es einem Nut­zungs­ge­ber gelun­gen ist, ein völ­lig außer­halb des gän­gi­gen Preis­spek­trums lie­gen­des Nut­zungs­ent­gelt zu erzie­len. Die Fra­ge, ob ein sol­cher Extrem­fall vor­liegt, kann aber nicht ohne Berück­sich­ti­gung der Beson­der­hei­ten des jewei­li­gen Mark­tes beant­wor­tet wer­den.

Nut­zungs­ent­gelt für Gara­gen­flä­chen

Wer­den Gara­gen­flä­chen in 80 % bis 90 % aller Fäl­le von Kom­mu­nen oder kom­mu­na­len Gesell­schaf­ten ange­bo­ten, so kann das orts­üb­li­che Ent­gelt nicht allein durch die Preis­ge­stal­tung die­ser Anbie­ter bestimmt und dabei eine nicht unbe­acht­li­che Anzahl pri­va­ter Nut­zungs­ver­trä­ge mit deut­lich höhe­ren Ent­gel­ten als "Aus­rei­ßer" außer Betracht gelas­sen wer­den.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 7. Okto­ber 2009 – XII ZR 175/​07