Opti­sche Gestal­tung von Wider­rufs­be­leh­run­gen

Immer wie­der Anlaß zu Streit gibt die Fra­ge, wie genau eine Beleh­rung über ein gesetz­li­ches Wider­rufs­recht vom sons­ti­gen Ver­trags­text abzu­set­zen ist, denn der Lauf der Wider­rufs­frist beginnt nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs in der Regel erst, wenn dem Kun­den eine Wider­rufs­be­leh­rung aus­ge­hän­digt wird, die druck­tech­nisch deut­lich gestal­tet und geeig­net ist, einen rechts­un­kun­di­gen Erklä­rungs­emp­fän­ger voll­stän­dig, zutref­fend und unmiß­ver­ständ­lich über die Vor­aus­set­zun­gen sei­nes Wider­rufs­rechts zu beleh­ren.

Opti­sche Gestal­tung von Wider­rufs­be­leh­run­gen

Zur Fra­ge der Gestal­tung der Wider­rufs­be­leh­rung hat der Bun­des­ge­richts­hof nun in einem Urteil vom 18.04.2005 (II ZR 224/​04) erneut Stel­lung bezo­gen und ent­schie­den, dass eine Wider­rufs­be­leh­rung dann nicht aus­rei­chend ist, wenn auf­grund der Anord­nung der Unter­schrifts­zei­len auf dem auch die Wider­rufs­be­leh­rung ent­hal­ten­den Ver­trags­for­mu­lar nciht ein­deu­tig erkenn­bar ist, ob die Wider­rufs­frist mit der Unter­zeich­nung durch den Ver­brau­cher, mit der Gegen­zeich­nung durch den Unter­neh­mer oder mit der Aus­hän­di­gung der Urkun­de an den Ver­brau­cher zu lau­fen beginnt.

Ein Grund mehr, im Streit­fall auch die Wider­rufs­be­leh­rung einer genau­en Über­prü­fung zu unter­zie­hen.