Pro­mi­nen­ten­bil­der

Pri­va­te Lebens­vor­gän­ge sind auch dann Teil der nach den §§ 22, 23 KUG geschütz­ten Pri­vat­sphä­re, wenn sie im öffent­li­chen Raum statt­fin­den und wenn die Abge­bil­de­ten einer brei­te­ren Öffent­lich­keit bekannt sind. Die Pres­se darf des­halb über die neue Lie­bes­be­zie­hung einer pro­mi­nen­ten Per­son in der Regel nicht ohne deren Ein­wil­li­gung durch die Bei­fü­gung von Fotos berich­ten, die die Part­ner zwar in der Öffent­lich­keit, aber in erkenn­bar pri­va­ten Situa­tio­nen zei­gen. Auch die Selbst­dar­stel­lung pri­va­ter Umstän­de durch Pro­mi­nen­te gibt der Pres­se in der Regel kein Recht, ohne die erfor­der­li­che Ein­wil­li­gung Bil­der aus deren pri­va­tem Lebens­kreis zu ver­öf­fent­li­chen, wenn der Ver­öf­fent­li­chung kein im Rah­men der Abwä­gung zu berück­sich­ti­gen­des aus­rei­chen­des Infor­ma­ti­ons­in­ter­es­se zukommt.

Pro­mi­nen­ten­bil­der

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 17. Febru­ar 2009 – VI ZR 75/​08