Prozesskostenhilfe für die Rechtsbeschwerde im PKH-Verfahren

Die Regel, dass für ein Prozesskostenhilfeverfahren grundsätzlich keine Prozesskostenhilfe zu bewilligen ist1, gilt nicht für eine zugelassene Rechtsbeschwerde in Prozesskostenhilfeverfahren, weil hier eine Vertretung durch einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt erforderlich ist2.

Prozesskostenhilfe für die Rechtsbeschwerde im PKH-Verfahren

Die Zulassung der Rechtsbeschwerde steht allerdings der Ablehnung von Prozesskostenhilfe wegen fehlender Erfolgsaussicht nicht immer entgegen.

Dies wäre nur der Fall, wenn die Entscheidung in der Hauptsache von der Beantwortung einer schwierigen, bislang ungeklärten Rechtsfrage abhinge3.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 15. Juli 2019 – II ZA 15/19

  1. BGH, Beschluss vom 29.06.2010 – VI ZA 3/09, NJW 2010, 3101 Rn. 3[]
  2. BGH, Beschluss vom 19.12 2002 – III ZB 33/02, NJW 2003, 1192; Beschluss vom 25.02.2016 – IX ZB 61/15, NJW 2016, 1520 Rn. 12; Beschluss vom 14.07.2016 – IX ZA 9/16, ZIP 2016, 1684 Rn. 6[]
  3. BGH, Beschluss vom 14.07.2016 – IX ZA 9/16, ZIP 2016, 1684 Rn. 16; Beschluss vom 15.08.2018 XII ZB 32/18, MDR 2019, 55 Rn. 5; ferner für den Fall einer zugelassenen Revision BGH, Beschluss vom 11.09.2002 – VIII ZR 235/02, NJW-RR 2003, 130 Rn. 1; Beschluss vom 27.11.2014 – III ZA 19/14, NJW 2015, 1020 Rn. 4 mwN[]

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