Pro­zess­kos­ten­hil­fe – für eine zuge­las­se­ne Rechts­be­schwer­de

Die Zulas­sung der Rechts­be­schwer­de steht der Ableh­nung von Pro­zess­kos­ten­hil­fe wegen feh­len­der Erfolgs­aus­sicht nicht ent­ge­gen.

Pro­zess­kos­ten­hil­fe – für eine zuge­las­se­ne Rechts­be­schwer­de

Dies wäre nur der Fall, wenn die Ent­schei­dung in der Haupt­sa­che von der Beant­wor­tung einer schwie­ri­gen, bis­lang unge­klär­ten Rechts­fra­ge abhin­ge1.

Ist dage­gen die von der Antrag­stel­le­rin auf­ge­wor­fe­ne Rechts­fra­ge nicht schwie­rig und durch die Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs auch hin­rei­chend geklärt, ist eine erneu­te Befas­sung des Bun­des­ge­richts­hofs ist weder unter dem Gesichts­punkt der grund­sätz­li­chen Bedeu­tung der Rechts­sa­che noch zur Siche­rung einer ein­heit­li­chen Recht­spre­chung gebo­ten.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 3. Juni 2019 – II ZA 9/​19

  1. BGH, Beschluss vom 14.07.2016 – IX ZA 9/​16, ZIP 2016, 1684 Rn. 16; Beschluss vom 15.08.2018 XII ZB 32/​18, MDR 2019, 55 Rn. 5; fer­ner für den Fall einer zuge­las­se­nen Revi­si­on BGH, Beschluss vom 11.09.2002 – VIII ZR 235/​02, NJW-RR 2003, 130 Rn. 1; Beschluss vom 27.11.2014 – III ZA 19/​14, NJW 2015, 1020 Rn. 4 mwN