Pro­zess­kos­ten­hil­fe in der nächs­ten Instanz – und die per­sön­li­chen und wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­se

Die Bewil­li­gung von Pro­zess­kos­ten­hil­fe erfolgt für jeden Rechts­zug geson­dert (§ 404 Abs. 5 StPO i.V.m. § 119 Abs. 1 Satz 1 ZPO).

Pro­zess­kos­ten­hil­fe in der nächs­ten Instanz – und die per­sön­li­chen und wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­se

Auf­grund der in jeder Instanz erneut vor­zu­neh­men­den Prü­fung ist die Dar­le­gung der wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­se des Antrag­stel­lers erfor­der­lich, der sich inso­weit grund­sätz­lich des vor­ge­schrie­be­nen Vor­drucks, § 117 Abs. 4 ZPO, zu bedie­nen hat.

Zwar kann eine Bezug­nah­me auf die vor dem Land­ge­richt dar­ge­leg­ten wirt­schaft­li­chen Vor­aus­set­zun­gen ver­bun­den mit der Ver­si­che­rung, dass sich die Ver­hält­nis­se nicht ver­än­dert haben, aus­rei­chen 1.

Der Antrag auf Gewäh­rung von Pro­zess­kos­ten­hil­fe löst auch kei­ne Ver­pflich­tung des Revi­si­ons­ge­richts aus, die – aktu­el­len – wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­se zu ermit­teln 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 24. Janu­ar 2019 – 5 StR 441/​18

  1. BGH, Beschluss vom 06.02.2018 – 5 StR 347/​17 mwN[]
  2. BGH, Beschluss vom 05.09.2017 – 5 StR 271/​17[]