Pro­zess­kos­ten­hil­fe für die Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de – und die Beschwer

Die Bewil­li­gung von Pro­zess­kos­ten­hil­fe für eine Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de kommt nur bei Über­schrei­tung der in § 26 Nr. 8 Satz 1 EGZPO fest­ge­leg­ten Wert­gren­ze in Betracht, weil ansons­ten der beab­sich­tig­ten Rechts­ver­fol­gung von vor­ne­her­ein die erfor­der­li­che Erfolgs­aus­sicht fehlt.

Pro­zess­kos­ten­hil­fe für die Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de – und die Beschwer

Für die Zuläs­sig­keits­vor­aus­set­zung nach § 26 Nr. 8 Satz 1 EGZPO ist maß­geb­lich die Beschwer des Beru­fungs­ur­teils, die der Beschwer­de­füh­rer bei Erfolg sei­ner Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de im anschlie­ßen­den Revi­si­ons­ver­fah­ren besei­tigt sehen will 1.

Eine im Pro­zess­kos­ten­hil­fe­an­trag erst­mals ange­kün­dig­te Wider­kla­ge, deren Erhe­bung nach eige­nen Anga­ben der Antrag­stel­le­rin im Beru­fungs­ver­fah­ren "ver­säumt" wur­de, hat daher unbe­rück­sich­tigt zu blei­ben.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 12. Sep­tem­ber 2017 – IX ZA 20/​17

  1. Zöller/​Heßler, ZPO, 31. Auf­la­ge 2016, § 26 EGZPO Rn. 14 mwN[]