Prozesskostenhilfe und die Wiedereinsetzung in die Rechtsmittelfrist

Einer Partei, welche nicht über die finanziellen Mittel zur Einlegung eines Rechtsmittels verfügt, wird auf Antrag Wiedereinsetzung in eine versäumte Frist gewährt, wenn die Partei innerhalb der Rechtsmittelfrist einen Prozesskostenhilfeantrag bei Gericht gestellt und alles in ihren Kräften Stehende getan hat, damit über diesen Antrag ohne Verzögerung entschieden werden kann.

Prozesskostenhilfe und die Wiedereinsetzung in die Rechtsmittelfrist

Diesem Erfordernis ist nur genügt, wenn mit dem Prozesskostenhilfeantrag innerhalb der laufenden Frist auch eine Erklärung zu den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen der Partei unter Verwendung des amtlich vorgeschriebenen Formulars nebst der erforderlichen Belege (§ 117 Abs. 2 Satz 1, Abs. 3 und 4 ZPO, § 1 Abs. 1 PKH-VordruckVO) vorgelegt wird1.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 15. November 2012 – IX ZA 36/12

  1. BGH, Beschluss vom 04.07.2002 – IX ZB 221/02, NJW 2002, 2793; vom 31.08.2005 – XII ZB 116/05, NJW-RR 2006, 140, 141; vom 13.04.2006 – IX ZA 3/06, FamRZ 2006, 1028 f; vom 06.07.2006 – IX ZA 10/06, FamRZ 2006, 1522, 1523; vom 13.02.2008 – XII ZB 151/07, NJW-RR 2008, 942 Rn. 10; vom 18.05.2010 – IX ZA 17/10, ZInsO 2010, 1338 Rn. 4; vom 28.06.2011 – IX ZA 29/11 Rn. 2[]