Pro­zess­kos­ten­hil­fe – und die Zusa­ge des Pro­zess­fi­nan­zie­rers

Die Zusa­ge eines leis­tungs­fä­hi­gen und leis­tungs­be­rei­ten Drit­ten, einen beab­sich­tig­ten Pro­zess zu finan­zie­ren, stellt ver­wert­ba­res Ver­mö­gen im Sin­ne von § 115 Abs. 3 ZPO i.V.m. § 90 Abs. 1 SGB XII dar und besei­tigt die Bedürf­tig­keit des Antrag­stel­lers im Pro­zess­kos­ten­hil­fe­ver­fah­ren.

Pro­zess­kos­ten­hil­fe – und die Zusa­ge des Pro­zess­fi­nan­zie­rers

Nach § 115 Abs. 3 ZPO i.V.m § 90 Abs. 1 SGB XII muss eine Par­tei die Kos­ten der Pro­zess­füh­rung aus ihrem Ver­mö­gen auf­brin­gen, soweit ihr das zumut­bar ist. Zum Ver­mö­gen gehö­ren auch For­de­run­gen jed­we­der Art, ins­be­son­de­re ein als­bald rea­li­sier­ba­rer Vor­schuss­an­spruch gegen einen Drit­ten 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 3. Sep­tem­ber 2015 – III ZR 66/​14

  1. HK-ZPO/Kieß­ling aaO § 115 Rn. 55, 62 und 68; Musielak/​Voit/​Fischer aaO § 115 Rn. 37 und 54; Zöller/​Geimer aaO § 115 Rn. 49, 66[]