Pro­zess­kos­ten­hil­fe und Rechts­mit­tel­frist

Ein recht­zei­tig gestell­ter Pro­zess­kos­ten­hil­fe­an­trag recht­fer­tigt eine Wie­der­ein­set­zung in den vori­gen Stand der Rechts­mit­tel­frist nur dann, wenn die Par­tei ver­nünf­ti­ger­wei­se nicht damit rech­nen muss­te, ihr Antrag kön­ne zurück­ge­wie­sen wer­den.

Pro­zess­kos­ten­hil­fe und Rechts­mit­tel­frist

Mit einer Bewil­li­gung der Pro­zess­kos­ten­hil­fe kann die Par­tei ledig­lich dann rech­nen, wenn sie die per­sön­li­chen und wirt­schaft­li­chen Vor­aus­set­zun­gen für die Gewäh­rung der Pro­zess­kos­ten­hil­fe in aus­rei­chen­der Wei­se dar­ge­tan hat. Nur wenn die­se aus­rei­chen­de Dar­le­gung inner­halb der Rechts­mit­tel­frist erfolgt, ist die Ver­säu­mung die­ser Frist vom Antrag­stel­ler nicht unver­schul­det1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 15. August 2013 – IX ZB 49/​13

  1. BGH, Beschluss vom 09.10.2003 – IX ZA 8/​03, ZVI 2003, 600, 601 mwN