Pro­zess­zin­sen – und der PKH-Antrag

Ein Antrags­ent­wurf, der unter dem Vor­be­halt vor­he­ri­ger Bewil­li­gung von Pro­zess­kos­ten­hil­fe steht, kann den Zins­lauf für Pro­zess­zin­sen noch nicht in Gang set­zen.

Pro­zess­zin­sen – und der PKH-Antrag

Hier­für erfor­der­lich ist viel­mehr die unbe­ding­te Antrag­stel­lung (etwa nach Bewil­li­gung der Pro­zess­kos­ten­hil­fe).

Die blo­ße Ankün­di­gung ent­spre­chen­der Ent­schä­di­gungs­an­trä­ge in einem Antrag auf Pro­zess­kos­ten­hil­fe kann – selbst bei voll­stän­di­ger Begrün­dung der­sel­ben – die eigent­li­che Stel­lung der Anträ­ge nicht erset­zen 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 22. Dezem­ber 2016 – 4 StR 530/​16

  1. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 23.07.2015 – 3 StR 194/​15 Rn. 4; und vom 27.09.2007 – 4 StR 324/​07 Rn. 5 mwN[]