Pro­zess­zin­sen – und der Zins­be­ginn

§ 291 Satz 1 Halbs. 1 BGB legt als mate­ri­el­le Wir­kung der Rechts­hän­gig­keit (hier § 261 Abs. 2 ZPO) die Ver­pflich­tung des Schuld­ners fest, Zin­sen (Pro­zess­zin­sen) zu zah­len.

Pro­zess­zin­sen – und der Zins­be­ginn

Der Anspruch auf Pro­zess­zin­sen ist eine pro­zes­sua­le, aus dem Pro­zess­rechts­ver­hält­nis erwach­sen­de Neben­for­de­rung 1.

Das Pro­zess­rechts­ver­hält­nis wird erst durch Zustel­lung des Schrift­sat­zes begrün­det, mit dem der Klä­ger die Kla­ge – erst­mals – auf die Zah­lung des jewei­li­gen Betra­ges gerich­tet hat. Der Zins­an­spruch des Klä­gers besteht ab dem Tag danach 2.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 19. Juni 2018 – 9 AZR 615/​17

  1. vgl. BAG 25.04.2007 – 10 AZR 586/​06, Rn. 11[]
  2. vgl. BAG 11.10.2017 – 5 AZR 621/​16, Rn. 33; 16.05.2017 – 9 AZR 377/​16, Rn. 40[]