Miet­rück­stän­de, Raten­zah­lung und der Räu­mungs­pro­zess

Wird im Rah­men eines Räu­mungs­pro­zes­ses zwi­schen den Par­tei­en eines Wohn­raum­miet­ver­hält­nis­ses in einem Pro­zess­ver­gleich ein bestimm­ter Miet­rück­stand fest­ge­stellt und ver­ein­bart, dass der Rück­stand raten­wei­se zu til­gen ist, so stellt die vom Mie­ter für den Fall der nicht recht­zei­ti­gen Erfül­lung der Raten­zah­lungs­pflicht über­nom­me­ne Ver­pflich­tung, die Miet­woh­nung zu räu­men, jeden­falls dann kein gemäß § 555 BGB unwirk­sa­mes Ver­trags­stra­fever­spre­chen dar, wenn im Zeit­punkt des Ver­gleichs­schlus­ses der Räu­mungs­an­spruch des Ver­mie­ters bei Zugrun­de­le­gung des im Ver­gleich fest­ge­stell­ten Miet­rück­stands begrün­det war.

Miet­rück­stän­de, Raten­zah­lung und der Räu­mungs­pro­zess

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 14. Okto­ber 2009 – VIII ZR 272/​08