Rechen­schafts­pflicht des Betreu­ers

Nach der Been­di­gung einer gemäß § 1896 BGB ange­ord­ne­ten recht­li­chen Betreu­ung ist der Betreu­er dem Vor­mund­schafts­ge­richt gegen­über nicht mehr gemäß § 1840 BGB zur Rech­nungs­le­gung ver­pflich­tet. An die Stel­le der Rech­nungs­le­gungs­pflicht tritt die Rechen­schafts­pflicht nach § 1890 BGB, die das Vor­mund­schafts­ge­richt grund­sätz­lich durch die Ver­hän­gung von Zwangs­geld durch­set­zen kann.

Rechen­schafts­pflicht des Betreu­ers

Ver­zich­tet der ehe­ma­li­ge Betreu­te oder sein Rechts­nach­fol­ger auf die Rechen­schaft durch den Betreu­er, darf das Vor­mund­schafts­ge­richt zur Durch­set­zung die­ser Pflicht gegen den Betreu­er kein Zwangs­geld mehr anord­nen.

Erklärt der ehe­ma­li­ge Betreu­te oder sein Rechts­nach­fol­ger die Anfech­tung der Ver­zichts­er­klä­rung, ist der Streit um die Wirk­sam­keit der Anfech­tung nicht von dem Vor­mund­schafts­ge­richt zu ent­schei­den, son­dern vor dem Pro­zess­ge­richt aus­zu­tra­gen.

Land­ge­richt Saar­brü­cken, Beschluss vom 23. April 2009 – 5 T 12/​09, 5 T 33/​09