Recht­li­ches Gehör – und die Urteils­grün­de

Die Bestim­mung des Art. 103 Abs. 1 GG garan­tiert den Betei­lig­ten eines gericht­li­chen Ver­fah­rens, dass sie Gele­gen­heit erhal­ten, sich zu dem einer gericht­li­chen Ent­schei­dung zugrun­de­lie­gen­den Sach­ver­halt vor Erlass der Ent­schei­dung zu äußern, und dass das Gericht das Vor­brin­gen zur Kennt­nis nimmt und bei sei­ner Ent­schei­dung in Erwä­gung zieht 1.

Recht­li­ches Gehör – und die Urteils­grün­de

Hin­ge­gen ist es nicht erfor­der­lich, alle Ein­zel­punk­te des Par­tei­vor­trags aus­drück­lich zu beschei­den 2.

Die Par­tei hat auch kei­nen Anspruch dar­auf, dass das Gericht sich in dem von ihr für rich­tig erach­te­ten Sinn mit ihrem Vor­brin­gen befasst 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 1. Juni 2017 – I ZR 194/​15

  1. BVerfGE 86, 133, 144; BVerfG, NJW-RR 2004, 1710, 1712[]
  2. BVerfGE 96, 205, 216 f.; BGH, Beschluss vom 24.02.2005 – III ZR 263/​04, NJW 2005, 1432 f.[]
  3. vgl. BGH, Beschluss vom 07.07.2011 – I ZB 68/​10, GRUR 2012, 314 Rn. 12 – Medicus.log; Beschluss vom 03.04.2014 – I ZR 137/​12, Mar­kenR 2014, 343 Rn. 2 – BAVARIA[]