Rechtskraft und Urteilsformel

Der Umfang der Rechtskraft eines Urteils ist in erster Linie der Urteilsformel zu entnehmen. Reicht die Urteilsformel allein nicht aus, den Umfang der Rechtskraft zu bestimmen, sind zur Auslegung der Urteilsformel der Tatbestand und die Entscheidungsgründe, erforderlichenfalls auch das Parteivorbringen, heranzuziehen1. Bei einem Anerkenntnisurteil kommt es für die Auslegung der Urteilsformel in erster Linie darauf an, was die Parteien gewollt und erklärt haben2.

Rechtskraft und Urteilsformel

Der Umfang der Rechtskraft eines Urteils ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs in erster Linie der Urteilsformel zu entnehmen. Reicht die Urteilsformel allein nicht aus, den Umfang der Rechtskraft zu bestimmen, sind zur Auslegung der Urteilsformel der Tatbestand und die Entscheidungsgründe, erforderlichenfalls auch das Parteivorbringen, heranzuziehen3. Bei einem Anerkenntnisurteil kommt es für die Auslegung der Urteilsformel in erster Linie darauf an, was die Parteien gewollt und erklärt haben4.

Bundesgerichtshof, Urteil vom 24. Juli 2014 – I ZR 27/13

  1. Anschluss an BGH, Urteil vom 13.05.1997 – VI ZR 181/96, NJW 1997, 3447; Urteil vom 14.02.2008 – I ZR 135/05, GRUR 2008, 933 = WRP 2008, 1227 Schmiermittel[]
  2. Anschluss an BGH, Urteil vom 22.02.1952 – I ZR 117/51, BGHZ 5, 189 Zwilling[]
  3. vgl. BGH, Urteil vom 13.05.1997 – VI ZR 181/96, NJW 1997, 3447, 3448; Urteil vom 14.02.2008 – I ZR 135/05, GRUR 2008, 933 Rn. 13 = WRP 2008, 1227 – Schmiermittel, mwN[]
  4. vgl. BGH, Urteil vom 22.02.1952 – I ZR 117/51, BGHZ 5, 189, 192 – Zwilling[]
  5. Anschluss an BGH, Beschluss vom 11.03.2015 - XII ZB 571/13, Rn. 14[]

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