Rechts­mit­tel im Wie­der­auf­nah­me­ver­fah­ren

Das ein Wie­der­auf­nah­me­ver­fah­ren abschlie­ßen­de Urteil unter­liegt gemäß § 591 ZPO den­sel­ben Rechts­mit­teln wie das Urteil, des­sen Auf­he­bung mit der Resti­tu­ti­ons­kla­ge fest­ge­stellt wer­den soll 1.

Rechts­mit­tel im Wie­der­auf­nah­me­ver­fah­ren

Dem­ge­mäß ist ein die Wie­der­auf­nah­me des Beru­fungs­ver­fah­rens betref­fen­des Urteil für den Rechts­mit­tel­zug nicht als erst­in­stanz­li­ches Urteil, son­dern als Urteil des Beru­fungs­ge­richts anzu­se­hen 2.

Wur­de das mit der Resti­tu­ti­ons­kla­ge ange­foch­te­ne Urteil von dem Land­ge­richt als Beru­fungs­ge­richt erlas­sen, ist das die Resti­tu­ti­ons­kla­ge als unzu­läs­sig abwei­sen­de Urteil des Land­ge­richts somit eben­falls wie ein Beru­fungs­ur­teil zu behan­deln. Die Mög­lich­keit einer Beru­fung gegen ein Beru­fungs­ur­teil sieht das Gesetz aber nicht vor. Daher ist eine gleich­wohl zum Ober­lan­des­ge­richt erho­be­ne Beru­fung gegen das – im Wie­der­auf­nah­me­ver­fah­ren ergan­ge­ne – Urteil des Land­ge­richts unstatt­haft.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 26. Okto­ber 2017 – V ZA 38/​17

  1. BGH, Beschluss vom 03.04.2012 – XI ZR 389/​11 4[]
  2. BGH, Beschluss vom 02.04.1982 – V ZR 293/​81, NJW 1982, 2071[]