Rechts­mit­tel­frist – und die feh­len­den PKH-Anla­gen

Eine Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de ist unzu­läs­sig, wenn die inner­halb der Frist zur Ein­le­gung der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de (§ 544 Abs. 1 ZPO) ein­ge­gan­ge­nen Unter­la­gen kei­ne Prü­fung ermög­li­chen, ob die Klä­ge­rin nach ihren per­sön­li­chen und wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­sen nicht in der Lage ist, die Kos­ten der Pro­zess­füh­rung auf­zu­brin­gen (§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO).

Rechts­mit­tel­frist – und die feh­len­den PKH-Anla­gen

Dies ist auch der Fall, wenn die Klä­ge­rin zwar einen aus­ge­füll­ten und unter­schrie­be­nen Vor­druck (§ 117 Abs. 3 ZPO) nebst schrift­li­chen Erläu­te­run­gen ein­ge­reicht hat, nicht jedoch die dazu gehö­ren­den Bele­ge, deren Bei­fü­gung in § 117 Abs. 2 Satz 1 ZPO aus­drück­lich vor­ge­schrie­ben ist.

Sind die­se erst nach Frist­ab­lauf ein­ge­gan­gen, kann nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs kei­ne Wie­der­ein­set­zung in die ver­säum­te Rechts­mit­tel­frist gewährt wer­den1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 11. Okto­ber 2018 – IX ZA 10/​18

  1. BGH, Beschluss vom 09.10.2003 – IX ZA 8/​03, ZVI 2003, 600, 601; vom 31.08.2005 XII ZB 116/​05, Fam­RZ 2005, 1901, 1902; vom 10.11.2016 – V ZA 12/​16, NJW 2017, 735 Rn. 7 []