Repa­ra­tur­kos­ten und der wirt­schaft­li­che Total­scha­den

Die Repa­ra­tur­kos­ten eines unfall­ge­schä­dig­ten PKW wer­den auch bei Vor­lie­gen eines wirt­schaft­li­chen Total­scha­dens im Zeit­punkt der Rechts­gut­ver­let­zung fäl­lig 1, die sich dar­an anschlie­ßen­de sechs­mo­na­ti­ge Wei­ter­be­nut­zung des Fahr­zeugs hat dar­auf kei­nen Ein­fluss. Die sechs­mo­na­ti­ge Wei­ter­be­nut­zung ist ledig­lich ein Indiz zuguns­ten des Geschä­dig­ten beim Nach­weis sei­nes Inte­gri­täts­in­ter­es­ses.

Repa­ra­tur­kos­ten und der wirt­schaft­li­che Total­scha­den

Wäh­rend des Zeit­raums der Wei­ter­be­nut­zung besteht zuguns­ten des Schä­di­gers bzw. Ver­si­che­rers kein Zurück­be­hal­tungs­recht 2. Will er den Ein­tritt des Ver­zu­ges ver­mei­den, muss er die Repa­ra­tur­kos­ten unter Rück­for­de­rungs­vor­be­halt leis­ten. Nur so wird ver­mie­den, dass der Geschä­dig­te gezwun­gen ist, die Repa­ra­tur ent­schä­di­gungs­los vor­zu­fi­nan­zie­ren.

Amts­ge­richt Mann­heim, Urteil vom 25.11.2010 – 3 C 303/​10

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 18.11.2008 – VI ZB 22/​08[]
  2. ent­ge­gen OLG Hamm, Urteil vom 16.12.2008 – 21 U 95/​08[]