Rest­schuld­be­frei­ung und Erwerbs­ob­lie­gen­heit des selb­stän­di­gen Schuld­ners

Bleibt der Ertrag aus der selb­stän­di­gen Tätig­keit des Schuld­ners hin­ter dem­je­ni­gen zurück, was dem Treu­hän­der bei einer ange­mes­se­nen abhän­gi­gen Beschäf­ti­gung aus der Abtre­tungs­er­klä­rung zuflie­ßen wür­de, so muss sich der Schuld­ner um ein Anstel­lungs­ver­hält­nis bemü­hen 1.

Rest­schuld­be­frei­ung und Erwerbs­ob­lie­gen­heit des selb­stän­di­gen Schuld­ners

Dem Schuld­ner, der sich trotz man­geln­den Erfolgs sei­ner selb­stän­di­gen Tätig­keit nicht bemüht hat, eine nach sei­ner Qua­li­fi­ka­ti­on und den Ver­hält­nis­sen des Arbeits­mark­tes mög­li­che Beschäf­ti­gung zu erlan­gen, kann wegen Ver­let­zung der Erwerbs­ob­lie­gen­heit kei­ne Rest­schuld­be­frei­ung gewährt wer­den 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 11. Okto­ber 2012 – IX ZB 138/​11

  1. BGH, Beschluss vom 07.05.2009 – IX ZB 133/​07, WM 2009, 1291 Rn. 5; vom 14.01.2010 – IX ZB 242/​06, WM 2010, 426 Rn. 5; vom 19.05.2011 – IX ZB 224/​09, WM 2011, 1138 Rn. 7; vom 19.07.2012 – IX ZB 188/​09, NZI 2012, 718 Rn. 16[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 27.04.2010 – IX ZB 267/​08, NZI 2010, 693 Rn. 2[]