Revi­si­on – und die Beschwer

Der Wert der mit der Revi­si­on gel­tend zu machen­den Beschwer bemisst sich nach dem Inter­es­se des Rechts­mit­tel­klä­gers an der Abän­de­rung des Urteils.

Revi­si­on – und die Beschwer

Im Regel­fall ent­spricht nicht nur der Streit­wert des Ver­fah­rens, son­dern auch die Beschwer des zur Unter­las­sung ver­ur­teil­ten Beklag­ten dem Inter­es­se des Klä­gers an dem Unter­las­sungs­ti­tel1.

Auf eine höhe­re Beschwer im Fall der Ver­ur­tei­lung hat des­halb auch die beklag­te Par­tei schon in den Vor­in­stan­zen hin­zu­wei­sen. Im Ver­fah­ren der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de kann der Beklag­te mit erst­ma­li­gem Vor­brin­gen zu sei­ner Beschwer nicht mehr gehört wer­den, wenn er den ent­spre­chen­den Vor­trag ohne wei­te­res bereits in den Vor­in­stan­zen hät­te hal­ten kön­nen2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 19. April 2018 – I ZR 139/​17

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 16.05.2013 – I ZR 172/​12 8; Beschluss vom 21.05.2015 – I ZR 195/​14 9 []
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 15.05.2014 – I ZR 176/​13 6; Beschluss vom 21.05.2015 – I ZR 195/​14 9 []