Rich­terab­leh­nung – per Anhö­rungs­rü­ge

Nach voll­stän­di­gem Abschluss einer Instanz ist ein Ableh­nungs­ge­such grund­sätz­lich nicht mehr zuläs­sig, weil die betei­lig­ten Rich­ter ihre rich­ter­li­che Tätig­keit im kon­kre­ten Ver­fah­ren damit been­det haben; die getrof­fe­ne Ent­schei­dung kann von dem Gericht, dem die im Anschluss dar­an abge­lehn­ten Rich­ter ange­hö­ren, nicht mehr geän­dert wer­den 1.

Rich­terab­leh­nung – per Anhö­rungs­rü­ge

Aus die­sen Grün­den führt eine von vorn­her­ein unzu­läs­si­ge Anhö­rungs­rü­ge (§ 321a ZPO) nicht dazu, dass das durch eine abschlie­ßen­de Ent­schei­dung unter­ge­gan­ge­ne Ableh­nungs­recht wie­der auf­lebt. Bei einem unzu­läs­si­gen Rechts­be­helf schei­det ein Ein­tritt in eine erneu­te Sach­prü­fung aus 2.

Auch eine gesetz­lich nicht gere­gel­te Gegen­vor­stel­lung lässt das durch eine ver­fah­rens­ab­schlie­ßen­de Ent­schei­dung bereits unter­ge­gan­ge­ne Ableh­nungs­recht nicht wie­der auf­le­ben 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 17. Mai 2018 – I ZR 195/​15

  1. BGH, Beschluss vom 11.07.2007 – IV ZB 38/​06, NJW-RR 2007, 1653 Rn. 5; Beschluss vom 29.05.2013 – IX ZB 7/​13 3[]
  2. BGH, Beschluss vom 29.05.2013 – IX ZB 7/​13 3, 5; Beschluss vom 30.08.2016 – I ZB 10/​15 4[]
  3. BGH, Beschluss vom 30.08.2016 – I ZB 10/​15 6 mwN[]