Rück­zah­lungs­be­geh­ren in der Revi­si­ons­in­stanz

§ 717 Abs. 3 ZPO lässt als gesetz­li­che Aus­nah­me des Grund­sat­zes der Unzu­läs­sig­keit einer Kla­ge­er­wei­te­rung in der Revi­si­on [1] die Gel­tend­ma­chung eines Berei­che­rungs­an­spruchs nach Auf­he­bung oder Abän­de­rung eines vor­läu­fig voll­streck­ba­ren Urteils des Lan­des­ar­beits­ge­richts in ver­mö­gens­recht­li­chen Strei­tig­kei­ten in der Revi­si­ons­in­stanz zu, soweit der Haupt­sa­che­an­spruch noch rechts­hän­gig ist [2].

Rück­zah­lungs­be­geh­ren in der Revi­si­ons­in­stanz

Nach § 717 Abs. 3 Satz 2 ZPO ist der Klä­ger zur Erstat­tung des vom Beklag­ten auf­grund des Urteils Gezahl­ten oder Geleis­te­ten zu ver­ur­tei­len, soweit „ein sol­ches Urteil“ auf­ge­ho­ben oder abge­än­dert wird.

Der Anspruch setzt, wie die Bezug­nah­me auf Satz 1 zeigt, mit­hin vor­aus, dass der Beklag­te auf­grund des Beru­fungs­ur­teils gezahlt oder geleis­tet hat. Dies ist nicht der Fall, wenn die Beklag­te auf das erst­in­stanz­li­che Urteil gezahlt hat bevor das Urteil des Lan­des­ar­beits­ge­richts erging.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 20. Febru­ar 2018 – 1 AZR 787/​16

  1. vgl. BAG 26.08.2015 – 4 AZR 41/​14, Rn. 12 mwN[]
  2. BAG 14.04.2011 – 6 AZR 727/​09, Rn. 16 mwN, BAGE 137, 347[]