Scha­dens­be­mes­sung nach den fik­ti­ven Män­gel­be­sei­ti­gungs­kos­ten

Ein Bestel­ler, der den Man­gel nicht besei­ti­gen lässt, kann sei­nen Scha­den nicht nach den fik­ti­ven Män­gel­be­sei­ti­gungs­kos­ten bemes­sen1.

Scha­dens­be­mes­sung nach den fik­ti­ven Män­gel­be­sei­ti­gungs­kos­ten

Die Ermitt­lung der Höhe des Ver­mö­gens­scha­dens nach der frü­he­ren Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs beruht auf der Annah­me, er las­se sich nach den erfor­der­li­chen, tat­säch­lich jedoch nicht ange­fal­le­nen (Netto)Mängelbeseitigungskosten bemes­sen, wenn der Bestel­ler den Man­gel eines Werks­nicht besei­tigt hat.

Der Bun­des­ge­richts­hof hat jedoch zwi­schen­zeit­lich unter Auf­ga­be sei­ner bis­he­ri­gen Recht­spre­chung ent­schie­den, dass ein Bestel­ler, der den Man­gel nicht besei­ti­gen lässt, sei­nen Scha­den nicht nach den fik­ti­ven Män­gel­be­sei­ti­gungs­kos­ten bemes­sen kann2.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 6. Dezem­ber 2018 – VII ZR 71/​15

  1. Bestä­ti­gung von BGH, Urteil vom 22.02.2018 – VII ZR 46/​17 Rn. 2243, BauR 2018, 815 = NZBau 2018, 201, zur Ver­öf­fent­li­chung in BGHZ vor­ge­se­hen; Urteil vom 21.06.2018 – VII ZR 173/​16 Rn. 14, BauR 2018, 1725 = NZBau 2018, 523 []
  2. vgl. BGH, Urteil vom 22.02.2018 – VII ZR 46/​17 Rn. 2243, BauR 2018, 815 = NZBau 2018, 201, zur Ver­öf­fent­li­chung in BGHZ vor­ge­se­hen; Urteil vom 21.06.2018 – VII ZR 173/​16 Rn. 14, BauR 2018, 1725 = NZBau 2018, 523 []