Scha­dens­er­satz – und die Fest­stel­lungs­kla­ge neben der Leis­tungs­kla­ge

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs kann der Geschä­dig­te neben einer Leis­tungs­kla­ge (Zah­lungs­kla­ge) auch eine Fest­stel­lungs­kla­ge erhe­ben.

Scha­dens­er­satz – und die Fest­stel­lungs­kla­ge neben der Leis­tungs­kla­ge

Vor­aus­set­zung hier­für ist, dass der ent­stan­de­ne oder noch ent­ste­hen­de Scha­den nicht bereits in vol­lem Umfang durch den Zah­lungs­an­trag erfasst wird 1.

Hier­bei dür­fen jedoch die Anfor­de­run­gen an die Sub­stan­ti­ie­rungs­pflicht des Geschä­dig­ten bezüg­lich der Wahr­schein­lich­keit eines wei­te­ren Scha­dens nicht über­spannt wer­den 2.

Daher sagt eine Unge­wiss­heit, in wel­chem Umfang der pla­nen­de Inge­nieur für die Aus­füh­rungs­feh­ler mit­ver­ant­wort­lich ist, nichts über die Wahr­schein­lich­keit eines wei­te­ren Scha­dens als des durch den Zah­lungs­an­trag erfass­ten aus.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 8. Sep­tem­ber 2016 – VII ZR 168/​15

  1. vgl. BGH, Urteil vom 06.06.1991 – VII ZR 372/​89, BauR 1991, 606, 611 52 m.w.N., inso­weit in BGHZ 114, 383 nicht abge­druckt[]
  2. BGH, Urteil vom 06.06.1991 – VII ZR 372/​89, aaO 54 m.w.N.[]