Schall­schutz in der neu­en Eigen­tums­woh­nung

Wel­cher Schall­schutz für die Errich­tung von Eigen­tums­woh­nun­gen geschul­det ist, ist in ers­ter Linie durch Aus­le­gung des Ver­tra­ges zu ermit­teln. Wird ein übli­cher Qua­li­täts- und Kom­fortstan­dard geschul­det, muss sich das ein­zu­hal­ten­de Schall­dämm-Maß an die­ser Ver­ein­ba­rung ori­en­tie­ren. Der Umstand, dass im Ver­trag auf eine "Schall­däm­mung nach DIN 4109" Bezug genom­men ist, lässt schon des­halb nicht die Annah­me zu, es sei­en ledig­lich die Min­dest­ma­ße der DIN 4109 ver­ein­bart, weil die­se Wer­te in der Regel kei­ne aner­kann­ten Regeln der Tech­nik für die Her­stel­lung des Schall­schut­zes in Woh­nun­gen sind, die übli­chen Qua­li­täts- und Kom­fortstan­dards genü­gen 1.

Schall­schutz in der neu­en Eigen­tums­woh­nung

Kann der Erwer­ber nach den Umstän­den erwar­ten, dass die Woh­nung in Bezug auf den Schall­schutz übli­chen Qua­li­täts- und Kom­fortstan­dards ent­spricht, muss der Unter­neh­mer, der hier­von ver­trag­lich abwei­chen will, den Erwer­ber deut­lich hier­auf hin­wei­sen und ihn über die Fol­gen einer sol­chen Bau­wei­se für die Wohn­qua­li­tät auf­klä­ren. Der Ver­weis des Unter­neh­mers in der Leis­tungs­be­schrei­bung auf "Schall­däm­mung nach DIN 4109" genügt hier­für nicht.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 4. Juni 2009 – VII ZR 54/​07

  1. im Anschluss an BGH, Urteil vom 14. Juni 2007 – VII ZR 45/​06, BGHZ 172, 346[]