Schmer­zens­geld – und die gesamt­schuld­ne­ri­sche Haf­tung der Mit­tä­ter

Eine gesamt­schuld­ne­ri­sche Haf­tung kommt nur in Betracht, soweit die Mit­tä­ter dem Opfer auch in glei­chem Umfang zum Ersatz des imma­te­ri­el­len Scha­dens ver­pflich­tet sind.

Schmer­zens­geld – und die gesamt­schuld­ne­ri­sche Haf­tung der Mit­tä­ter

Bei meh­re­ren neben­ein­an­der ver­ant­wort­li­chen Schä­di­gern besteht aller­dings gegen­über dem Geschä­dig­ten grund­sätz­lich die vol­le Haf­tung, ohne dass einer der Schä­di­ger auf den Tat­bei­trag des ande­ren ver­wei­sen könn­te.

Inso­weit ist ledig­lich im Innen­ver­hält­nis zwi­schen den Gesamt­schuld­nern nach § 426 Abs. 1 BGB die Last des Scha­dens nach den Antei­len an des­sen Her­bei­füh­rung auf­zu­tei­len 1.

Das gilt gege­be­nen­falls aber nicht, wenn Scha­dens­fol­gen den Schä­di­gern in unter­schied­li­chem Umfang zuzu­rech­nen sind 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 1. Sep­tem­ber 2016 – 2 StR 19/​16

  1. BGH, Urteil vom 05.10.2010 – VI ZR 286/​09, NJW 2011, 292, 293[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 07.02.2013 – 3 StR 468/​12; Beschluss vom 08.01.2014 – 3 StR 372/​13, Stra­Fo 2014, 217[]