Schmer­zens­geld im Beru­fungs­ur­teil – und die Bemes­sung der Beschwer

Die kla­gen­de Par­tei ist durch eine gericht­li­che Ent­schei­dung nur inso­weit beschwert, als die­se von dem in der unte­ren Instanz gestell­ten Antrag zum Nach­teil der Par­tei abweicht, ihrem Begeh­ren also nicht voll ent­spro­chen wor­den ist 1.

Schmer­zens­geld im Beru­fungs­ur­teil – und die Bemes­sung der Beschwer

Ver­langt der Klä­ger ein ange­mes­se­nes Schmer­zens­geld, so ist für sei­ne Beschwer als Rechts­mit­tel­klä­ger nicht der ange­mes­se­ne Schmer­zens­geld­be­trag, son­dern die vom Klä­ger geäu­ßer­te Grö­ßen­vor­stel­lung maß­ge­bend 2.

Gibt der Klä­ger einen Min­dest­be­trag an, was nicht im Kla­ge­an­trag selbst gesche­hen muss, so ist für die Berech­nung der Beschwer des Klä­gers von die­sem Min­dest­be­trag aus­zu­ge­hen. Eine Beschwer besteht nur, soweit die­ser unter­schrit­ten wur­de 3.

Bei voll­stän­di­ger Kla­ge­ab­wei­sung ist der Klä­ger in vol­ler Höhe des geäu­ßer­ten Min­dest­be­trags beschwert 4.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 24. März 2016 – III ZR 52/​15

  1. z.B. BGH, Urteil vom 02.02.1999 – VI ZR 25/​98, BGHZ 140, 335, 338; Beschluss vom 30.09.2003 – VI ZR 78/​03, NJW-RR 2004, 102; jew. mwN[]
  2. BGH, Urteil vom 02.02.1999 aaO S. 340 f; Beschluss vom 30.09.2003 aaO[]
  3. BGH, Urtei­le vom 02.02.1999 aaO; und vom 02.10.2001 – VI ZR 356/​00, NJW 2002, 212, 213; Zöller/​Heßler, ZPO, 31. Aufl., Vor § 511 Rn. 17b[]
  4. BGH, Beschluss vom 30.09.2003 aaO S. 103[]