Sofor­ti­ges Aner­kennt­nis

Nach § 93 ZPO fal­len dem Antrag­stel­ler die Ver­fah­rens­kos­ten zur Last, wenn der Antrags­geg­ner den Anspruch sofort aner­kennt und durch sein Ver­hal­ten nicht Ver­an­las­sung zur Erhe­bung der Kla­ge gege­ben hat­te. Zwar hat der Antrags­geg­ner hier den Anspruch unmit­tel­bar nach Zustel­lung des ver­fah­rens­ein­lei­ten­den Antrags gericht­lich aner­kannt 1.

Sofor­ti­ges Aner­kennt­nis

Ver­an­las­sung zur Kla­ge­er­he­bung (hier: Antrags­er­he­bung) hat der Geg­ner immer nur dann gege­ben, wenn sein Ver­hal­ten vor Ver­fah­rens­be­ginn ohne Rück­sicht auf Ver­schul­den und mate­ri­el­le Rechts­la­ge gegen­über dem Antrag­stel­ler sich so dar­stell­te, dass die­ser anneh­men muss­te, er wer­de ohne Kla­ge bzw. Antrag nicht zu sei­nem Recht kom­men 2. In aller Regel gibt der Geg­ner eine Ver­an­las­sung zur Kla­ge bzw. einem Antrag daher nur, soweit ihn der Antrag­stel­ler vor Erhe­bung der Kla­ge zur Erfül­lung des Anspruchs, das in einem Tun oder Unter­las­sen bestehen kann, auf­for­dert und wenn der Geg­ner dar­auf nicht reagiert 3.

Ober­lan­des­ge­richt Stutt­gart, Beschluss vom 31. August 2011 – 17 UF 194/​11

  1. vgl. OLG Cel­le, Urteil vom 24.03.2011 – 6 U 138/​10[]
  2. vgl. Zöller/​Herget, ZPO, 28. Aufl., § 93 Rz. 3[]
  3. vgl. OLG Bran­den­burg, Fam­RZ 2005, 536; OLG Hamm , a. a.O.[]