Streit­wert für die Löschung von Grund­schul­den

Die Beschwer der Klä­ger, die sich gegen die Abwei­sung ihrer Kla­ge auf Bewil­li­gung der Löschung der auf ihrem Grund­stück las­ten­den Grund­dienst­bar­keit weh­ren, bemisst sich nach der aktu­el­len Wert­min­de­rung, die ihr Grund­stück durch die Belas­tung erlei­det, § 7 Hs. 2 ZPO 1. Für die Ermitt­lung des Wert­ver­lusts ist der Ver­kehrs­wert des Grund­stücks mit der Grund­dienst­bar­keit mit dem­je­ni­gen ohne die Grund­dienst­bar­keit zu ver­glei­chen 2.

Streit­wert für die Löschung von Grund­schul­den

Für die Bemes­sung der Wert­min­de­rung, die ein durch eine Grund­dienst­bar­keit belas­te­tes Grund­stück erlei­det, kommt es nicht allein dar­auf an, ob der Eigen­tü­mer des herr­schen­den Grund­stücks gegen­wär­tig von den Rech­ten aus der Dienst­bar­keit Gebrauch macht. Viel­mehr muss in die Bewer­tung maß­geb­lich auch der Umstand ein­be­zo­gen wer­den, dass die Mög­lich­keit einer künf­ti­gen Inan­spruch­nah­me der Rech­te aus der Dienst­bar­keit sei es durch den gegen­wär­ti­gen, sei es durch einen künf­ti­gen Eigen­tü­mer des herr­schen­den Grund­stücks besteht.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 12. Sep­tem­ber 2013 – V ZB 1/​13

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 22.01.2009 – V ZR 121/​08[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 09.12.2012 – V ZR 103/​10[]