Teil­re­pa­ra­tur bei wirt­schaft­li­chem Total­scha­den

In den Fäl­len, in denen der Repa­ra­tur­auf­wand bis zu 30 % über dem Wie­der­be­schaf­fungs­wert des Kraft­fahr­zeugs liegt, kön­nen Repa­ra­tur­kos­ten nur bei kon­kre­ter Scha­dens­ab­rech­nung ersetzt ver­langt wer­den. Der Ersatz von Repa­ra­tur­auf­wand bis zu 30 % über dem Wie­der­be­schaf­fungs­wert des Fahr­zeugs kann dabei nur ver­langt wer­den, wenn die Repa­ra­tur fach­ge­recht und in einem Umfang durch­ge­führt wird, wie ihn der Sach­ver­stän­di­ge zur Grund­la­ge sei­ner Kos­ten­schät­zung gemacht hat 1.

Teil­re­pa­ra­tur bei wirt­schaft­li­chem Total­scha­den

Repa­ra­tur­kos­ten für eine Teil­re­pa­ra­tur, die über dem Wie­der­be­schaf­fungs­auf­wand des Fahr­zeugs lie­gen und den Wie­der­be­schaf­fungs­wert (also ohne Berück­sich­ti­gung des Rest­wer­tes des Fahr­zeugs) nicht über­stei­gen, kön­nen in die­sen Fäl­len eben­falls nur dann zuer­kannt wer­den, wenn die­se Repa­ra­tur­kos­ten kon­kret ange­fal­len sind oder wenn der Geschä­dig­te nach­weis­bar wert­mä­ßig in einem Umfang repa­riert hat, der den Wie­der­be­schaf­fungs­auf­wand über­steigt; ande­ren­falls ist die Höhe des Ersatz­an­spruchs auf den Wie­der­be­schaf­fungs­auf­wand beschränkt 2.
BGH, Urteil vom 8. Dezem­ber 2009 – VI ZR 119/​09

  1. BGHZ 154, 395 und 162, 161[]
  2. BGHZ 162, 170[]