Teil­schmer­zens­geld

Bei einer zuläs­si­gen offe­nen Schmer­zens­geld­teil­kla­ge müs­sen für die Bemes­sung des aus­zu­ur­tei­len­den Schmer­zens­gel­des sämt­li­che bis zur letz­ten münd­li­chen Ver­hand­lung der Tat­sa­chen­in­stanz bereits ein­ge­tre­te­nen Scha­dens­fol­gen berück­sich­tigt wer­den, wobei die­se – sofern es sich um Dau­er­schä­den han­delt – zugleich umfas­send für die gesam­te wei­te­re Lebens­dau­er des Geschä­dig­ten gewich­tet wer­den müs­sen, soweit die zukünf­ti­ge Ent­wick­lung hin­rei­chend sicher abseh­bar ist. Es blei­ben ledig­lich unge­wis­se Ver­schlech­te­run­gen aus­ge­klam­mert, die zwar als aus medi­zi­ni­scher Sicht mög­lich erschei­nen, aber in der Fra­ge ihres Ein­tritts und ihrer Aus­wir­kun­gen gegen­wär­tig noch nicht hin­rei­chend sicher bewer­tet wer­den kön­nen.

Teil­schmer­zens­geld

Ober­lan­des­ge­richt Cel­le, Urteil vom 16. Sep­tem­ber 2009 – 14 U 71/​06