Teil­ur­teil gegen einen Streit­ge­nos­sen

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs darf ein Teil­ur­teil nur erge­hen, wenn die Gefahr ein­an­der wider­spre­chen­der Ent­schei­dun­gen aus­ge­schlos­sen ist; dabei ist auch die Mög­lich­keit einer abwei­chen­den Ent­schei­dung durch ein Rechts­mit­tel­ge­richt zu berück­sich­ti­gen [1].

Teil­ur­teil gegen einen Streit­ge­nos­sen

Ein Teil­ur­teil über die Kla­ge gegen einen von meh­re­ren ein­fa­chen Streit­ge­nos­sen ist daher in der Regel unzu­läs­sig, wenn die Mög­lich­keit besteht, dass es in dem­sel­ben Rechts­streit, auch im Instan­zen­zug, zu ein­an­der wider­spre­chen­den Ent­schei­dun­gen kommt [2].

Ein unzu­läs­si­ges Teil­ur­teil muss jedoch nicht auf­ge­ho­ben wer­den, wenn sich die pro­zes­sua­le Situa­ti­on so ent­wi­ckelt hat, dass es nicht mehr zu wider­sprüch­li­chen Erkennt­nis­sen kom­men kann [3].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 14. April 2016 – IX ZR 161/​15

  1. BGH, Urteil vom 24.02.2015 – VI ZR 279/​14, NJW 2015, 2429 Rn. 7 mwN[]
  2. BGH, aaO[]
  3. BGH, Urteil vom 08.05.2014 – VII ZR 199/​13, NJW-RR 2014, 979 Rn. 16[]