Teil­ur­teil – und die grund­sätz­li­che Teil­bar­keit des Streit­ge­gen­stands

Ein Teil­ur­teil gemäß § 301 ZPO darf auch bei grund­sätz­li­cher Teil­bar­keit des Streit­ge­gen­stands nur erge­hen, wenn die Gefahr ein­an­der wider­spre­chen­der Ent­schei­dun­gen aus­ge­schlos­sen ist.

Teil­ur­teil – und die grund­sätz­li­che Teil­bar­keit des Streit­ge­gen­stands

Eine Gefahr sich wider­spre­chen­der Ent­schei­dun­gen ist ins­be­son­de­re dann gege­ben, wenn in einem Teil­ur­teil eine Fra­ge ent­schie­den wird, die sich dem Gericht im wei­te­ren Ver­fah­ren über die sons­ti­gen Ansprü­che oder Anspruchs­tei­le noch ein­mal stellt oder stel­len kann.

Dies gilt auch, soweit es um die Mög­lich­keit einer unter­schied­li­chen Beur­tei­lung von blo­ßen Urteilsele­men­ten geht, die weder in Rechts­kraft erwach­sen noch das Gericht gemäß § 318 ZPO für das wei­te­re Ver­fah­ren bin­den 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 24. Janu­ar 2019 – IX ZR 121/​16

  1. BGH, Urteil vom 11.05.2011 – VIII ZR 42/​10, BGHZ 189, 356 Rn. 13 f; vom 20.06.2013 – VII ZR 103/​12, NZBau 2013, 565 Rn. 12[]
  2. Anschluss an BFHE 244, 536[]