Terminsbestimmung im Zwangsversteigerungsverfahren

Die Bekanntmachung des Termins ist unter Einhaltung der Vorschrift des § 38 Abs. 1 Satz 2 ZVG erfolgt. Danach soll die Tatsache, dass der Zuschlag in einem früheren Versteigerungstermin aus den Gründen des § 74a Abs. 1 ZVG oder des § 85a Abs. 1 ZVG versagt worden ist, in der Terminbestimmung angegeben werden.

Terminsbestimmung im Zwangsversteigerungsverfahren

Hat das Vollstreckungsgericht den Zuschlag im ersten Termin nach § 85a Abs. 1 ZVG – ohne dass dies angefochten worden ist – versagt, obwohl es das Gebot wegen Rechtsmissbrauchs nach § 71 Abs. 1 ZVG hätte zurückweisen müssen, so richtet sich das weitere Verfahren nicht danach, wie bei richtiger Beurteilung zu verfahren gewesen wäre, sondern nach der formell rechtskräftig gewordenen, wenn auch falschen Zwischenentscheidung1.

Ob es einen Zuschlagsversagungsgrund gemäß § 100 Abs. 1, § 83 Nr. 7 ZVG begründet, wenn in der Terminbestimmung irrtümlich, also objektiv unzutreffend mitgeteilt wird, dass in einem früheren Versteigerungstermin der Zuschlag aus den Gründen des § 74a Abs. 1 ZVG oder des § 85a Abs. 1 ZVG versagt worden ist2, hat der Bundesgerichtshof dagegen offen gelassen.

  1. BGH, Beschluss vom 05.07.2007 – V ZB 118/06, Rpfleger 2007, 617 Rn. 10; Beschluss vom 19.11.2009 – V ZB 118/09, NJW 2010, 2217 Rn. 27[]
  2. vgl. zu einer solchen Fallkonstellation LG Amberg, Beschluss vom 17.05.2011 – 33 T 318/11[]

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