Über­ge­gan­ge­ne Scha­dens­er­satz­an­sprü­che – und der Wech­sel der Kran­ken­kas­se

Bei einem Wech­sel des Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­gers (hier: der Kran­ken­kas­se) gehen die vom zuerst ver­pflich­te­ten Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger gemäß § 116 Abs. 1 Satz 1 SGB X erwor­be­nen Ersatz­an­sprü­che des Geschä­dig­ten kraft Geset­zes auf den nun zustän­di­gen Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger über, sofern die geschul­de­ten Ver­si­che­rungs­leist­unfBGB­gen sach­lich und zeit­lich kon­gru­ent sind. Der nach­fol­gen­de Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger erwirbt die Ersatz­for­de­rung – auch was einen beim zuerst ver­pflich­te­ten Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger ein­ge­tre­te­nen Ver­jäh­rungs­be­ginn anbe­langt – so, wie sie sich bei dem Rechts­über­gang befin­det.

Über­ge­gan­ge­ne Scha­dens­er­satz­an­sprü­che – und der Wech­sel der Kran­ken­kas­se

Zuguns­ten des Rechts­nach­fol­gers wirkt nur die bei sei­nem Rechts­vor­gän­ger durch Ver­hand­lun­gen gemäß § 203 BGB bis zum Rechts­über­gang bewirk­te Ver­jäh­rungs­hem­mung; ob eine Hem­mung der Ver­jäh­rung beim Rechts­nach­fol­ger ein­tritt, hängt hin­ge­gen davon ab, ob Hem­mungs­grün­de in sei­ner Per­son vor­lie­gen. Ver­jäh­rungs­ver­zichts­er­klä­rung, die der Schuld­ner nur im Ver­hält­nis zum Rechts­vor­gän­ger abge­ge­ben hat, wir­ken grund­sätz­lich nicht zuguns­ten des Rechts­nach­fol­gers.

Legal­zes­si­on bei Ent­ste­hen des Scha­dens­er­satz­an­spruchs

Gemäß § 116 Abs. 1 Satz 1 SGB X geht ein auf ande­ren gesetz­li­chen Vor­schrif­ten beru­hen­der Anspruch auf Ersatz eines Scha­dens auf den Ver­si­che­rungs­trä­ger oder Trä­ger der Sozi­al­hil­fe über, soweit die­ser auf Grund des Scha­dens­er­eig­nis­ses Sozi­al­leis­tun­gen zu erbrin­gen hat, die der Behe­bung eines Scha­dens der glei­chen Art die­nen und sich auf den­sel­ben Zeit­raum wie der vom Schä­di­ger zu leis­ten­de Scha­dens­er­satz bezie­hen. Bei einem Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger wie der AOK B. fin­det der Anspruchs­über­gang in aller Regel bereits im Zeit­punkt des scha­den­stif­ten­den Ereig­nis­ses statt, da auf­grund des zwi­schen dem Geschä­dig­ten und dem Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger bestehen­den Sozi­al­ver­si­che­rungs­ver­hält­nis­ses von vorn­her­ein eine Leis­tungs­pflicht in Betracht kommt. Es han­delt sich um einen Anspruchs­über­gang dem Grun­de nach, der den Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger vor Ver­fü­gun­gen des Geschä­dig­ten schützt [1].

Ver­jäh­rung von Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen bei ärzt­li­chen Kunst­feh­lern

Die zunächst auf die Kran­ken­kas­se über­ge­gan­ge­nen Ersatz­an­sprü­che des Geschä­dig­ten unter­lie­gen einer drei­jäh­ri­gen Ver­jäh­rungs­frist.

Die Ansprü­che aus posi­ti­ver Ver­trags­ver­let­zung unter­lie­gen der drei­jäh­ri­gen Ver­jäh­rungs­frist des § 195 BGB. Dies folgt aus Art. 229 § 6 Abs. 4 Satz 1 EGBGB. Ist die Ver­jäh­rungs­frist nach dem Bür­ger­li­chen Gesetz­buch in der seit dem 1.01.2002 gel­ten­den Fas­sung kür­zer als nach dem Bür­ger­li­chen Gesetz­buch in der bis zu die­sem Tag gel­ten­den Fas­sung, so wird nach die­ser Vor­schrift die kür­ze­re Frist von dem 1.01.2002 an berech­net. Die Ansprü­che aus posi­ti­ver Ver­trags­ver­let­zung unter­la­gen nach altem Recht der drei­ßig­jäh­ri­gen Ver­jäh­rungs­frist des § 195 BGB a.F. Nach neu­em Ver­jäh­rungs­recht unter­lie­gen sie hin­ge­gen gemäß § 195 BGB n.F. der regel­mä­ßi­gen Ver­jäh­rungs­frist von drei Jah­ren und damit einer kür­ze­ren Frist.

Die drei­jäh­ri­ge Ver­jäh­rungs­frist des § 195 BGB begann gemäß Art. 229 § 6 Abs. 4 Satz 1 EGBGB am 1.01.2002. Nach den getrof­fe­nen Fest­stel­lun­gen waren bei der Regress­ab­tei­lung der AOK B. zu die­sem Zeit­punkt die sub­jek­ti­ven Vor­aus­set­zun­gen des § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB gege­ben. Dar­auf kommt es an, weil in Über­lei­tungs­fäl­len der Frist­be­ginn gemäß Art. 229 § 6 Abs. 4 Satz 1 EGBGB unter Ein­be­zie­hung der sub­jek­ti­ven Vor­aus­set­zun­gen des § 199 Abs. 1 BGB zu berech­nen ist, wenn sich die Ver­jäh­rung nach der regel­mä­ßi­gen Ver­jäh­rungs­frist des § 195 BGB rich­tet [2].

Die delik­ti­schen Ansprü­che unter­lie­gen eben­falls einer drei­jäh­ri­gen Ver­jäh­rungs­frist. Die­se begann am 14.08.2001. Der Ver­jäh­rungs­be­ginn bestimmt sich inso­weit gemäß Art. 229 § 6 Abs. 1 Satz 2 EGBGB nach § 852 Abs. 1 Fall 1 BGB in der bis zum 31.12 2001 gel­ten­den Fas­sung und nicht nach § 199 Abs. 1 BGB n.F. („Schluss des Jah­res“). Die nach § 852 Abs. 1 Fall 1 BGB a.F. erfor­der­li­che Kennt­nis von dem Scha­den und der Per­son des Ersatz­pflich­ti­gen lag nach den getrof­fe­nen Fest­stel­lun­gen spä­tes­tens am 14.08.2001 bei der Regress­ab­tei­lung der AOK B. vor. Für die Ver­jäh­rungs­frist als sol­che kommt gemäß Art. 229 § 6 Abs. 1 Satz 1 EGBGB die Vor­schrift des § 195 BGB n.F. zur Anwen­dung. Denn die drei­jäh­ri­ge Ver­jäh­rungs­frist des § 852 Abs. 1 Fall 1 BGB a.F. ent­spricht der Frist des § 195 BGB n.F., so dass Art. 229 § 6 Abs. 3 und § 6 Abs. 4 EGBGB nicht ein­schlä­gig sind [3].

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs schließt die Unge­wiss­heit über den Umfang und die Höhe des Scha­dens den Beginn der Ver­jäh­rung nicht aus. Viel­mehr genügt die all­ge­mei­ne Kennt­nis vom Ein­tritt eines Scha­dens; wer die­se erlangt hat, dem gel­ten auch sol­che Scha­dens­fol­gen als bekannt, die im Zeit­punkt der Kennt­nis­er­lan­gung nur als mög­lich vor­aus­seh­bar waren [4].

Über­gang auf eine neue Kran­ken­kas­se

Mit dem Kran­ken­kas­sen­wech­sel des Geschä­dig­ten sind sei­ne Scha­dens­er­satz­an­sprü­che dem Grun­de nach von der alten auf die neue Kran­ken­kas­se über­ge­gan­gen, soweit sie auf Ersatz von Behand­lungs­kos­ten ab dem Tag des Kran­ken­kas­sen­wech­sels gerich­tet sind.

Nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs gehen bei einem Wech­sel der ver­si­che­rungs­recht­li­chen Leis­tungs­zu­stän­dig­keit nach dem For­de­rungs­über­gang die vom zuerst ver­pflich­te­ten Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger gemäß § 116 Abs. 1 Satz 1 SGB X erwor­be­nen Ersatz­an­sprü­che kraft Geset­zes auf den nun zustän­di­gen Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger über, sofern die geschul­de­ten Ver­si­che­rungs­leis­tun­gen – wie im Streit­fall – gleich­ar­tig sind [5]. Bezüg­lich des Ersatz­an­spruchs tritt der nächs­te Sozi­al­leis­tungs­trä­ger die Rechts­nach­fol­ge des bis­he­ri­gen Trä­gers an [6].

Bei Rechts­nach­fol­ge erfolgt der Anspruchs­über­gang auf den zwei­ten Sozi­al­leis­tungs­trä­ger, wenn die­ser zustän­dig wird [7]. Der nach­fol­gen­de Sozi­al­leis­tungs­trä­ger muss die Ersatz­for­de­rung in dem Zustand hin­neh­men, in dem sie sich bei dem Rechts­über­gang befin­det [8]. Der Gläu­bi­ger­wech­sel, der sich ohne Wil­len des Schuld­ners voll­zieht, darf des­sen Stel­lung grund­sätz­lich nicht ver­schlech­tern (§§ 404, 412 BGB) [9]. Eine sofor­ti­ge Rechts­ver­fol­gung wür­de die schwe­ben­den Ver­hand­lun­gen gefähr­den [10].

In per­sön­li­cher Hin­sicht beschränkt sich auch die Hem­mung gemäß § 203 BGB auf die Per­so­nen, in deren Ver­hält­nis der Hem­mungs­grund besteht. Sie wirkt ins­be­son­de­re nicht zulas­ten ande­rer Gesamt­schuld­ner oder zuguns­ten ande­rer Gesamt­gläu­bi­ger, § 425 Abs. 2, § 429 Abs. 3 Satz 1 BGB. Zuguns­ten oder zulas­ten des Rechts­nach­fol­gers wirkt nur die bei sei­nem Rechts­vor­gän­ger schon ver­stri­che­ne Hem­mung; ob die Hem­mung bei ihm andau­ert, hängt hin­ge­gen davon ab, ob der Hem­mungs­grund in sei­ner Per­son fort­be­steht [11]. Dies ergibt sich auch aus dem Wort­laut des § 203 Satz 1 BGB, wonach Ver­hand­lun­gen „zwi­schen dem Schuld­ner und dem Gläu­bi­ger“ schwe­ben müs­sen.

Die Ver­hand­lun­gen zwi­schen der ehe­ma­li­gen Kran­ken­kas­se und dem Haft­pflicht­ver­si­che­rer des Schä­di­gers sind der neu­en Kran­ken­kas­se für die Zeit ab dem For­de­rungs­über­gang – d.h. ab dem Zeit­punkt des Kran­ken­kas­sen­wech­sels – nicht mehr ver­jäh­rungs­hem­mend zuzu­rech­nen.

Ver­hand­lun­gen im Sin­ne des § 203 Satz 1 BGB kön­nen im Aus­gangs­punkt nur der Gläu­bi­ger und der Schuld­ner selbst füh­ren. Ver­hand­lun­gen durch Drit­te set­zen vor­aus, dass die­se Ver­hand­lungs­voll­macht für Gläu­bi­ger bzw. Schuld­ner haben [12]. Die Ver­hand­lun­gen eines Ver­tre­ters ohne Ver­tre­tungs­macht kön­nen auch nicht mit ver­jäh­rungs­recht­li­cher Rück­wir­kung geneh­migt wer­den [13].

Für die ehe­ma­li­ge Kran­ken­kas­se ist nach dem For­de­rungs­über­gang auf die neue Kran­ken­kas­se auch kei­ne die Ermäch­ti­gung ver­blie­ben sei, Scha­dens­er­satz für die von der neu­en Kran­ken­kas­se erbrach­ten Leis­tun­gen zu for­dern.

Die Gegen­an­sicht stützt die ver­meint­li­che Ermäch­ti­gung der ehe­ma­li­gen Kran­ken­kas­se zur Gel­tend­ma­chung des Scha­dens­er­sat­zes für die Klä­ge­rin auf die Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs, nach wel­cher der Geschä­dig­te trotz des Über­gangs sei­nes Anspruchs auf den Sozi­al­hil­fe­trä­ger gegen­über dem Schä­di­ger auch wei­ter­hin zur Ein­for­de­rung der Scha­dens­er­satz­leis­tung befugt bleibt [14].

Der Streit­fall ist aber anders gela­gert als die Fäl­le, auf die sich die genann­te Recht­spre­chung bezieht. Die­se Recht­spre­chung beruht auf dem Zusam­men­spiel der Vor­schrif­ten des § 116 SGB X und des § 2 SGB XII (Nach­rang der Sozi­al­hil­fe) (bis zum 31.12 2004: § 2 BSHG). Der Norm­zweck des § 116 Abs. 1 SGB X, durch den Regress beim Schä­di­ger eine Ent­las­tung der öffent­li­chen Kas­sen zu erzie­len, und das an den Geschä­dig­ten gerich­te­te Anlie­gen des § 2 SGB XII, durch eige­ne Rea­li­sie­rung von Ansprü­chen gegen Drit­te eine Inan­spruch­nah­me der öffent­li­chen Haus­hal­te mög­lichst zu ver­mei­den, mün­den nach ihrer inso­weit über­ein­stim­men­den Ziel­set­zung in die Ermäch­ti­gung des Geschä­dig­ten, die Scha­dens­er­satz­leis­tung vom Schä­di­ger selbst ein­zu­for­dern. Zu dem Zweck, Leis­tun­gen des Sozi­al­hil­fe­trä­gers von vorn­her­ein unnö­tig zu machen, kommt dem Geschä­dig­ten somit ähn­lich einem als Inkas­s­obe­rech­tig­ter des Neugläu­bi­gers han­deln­den Alt­gläu­bi­ger bei der Siche­rungs­zes­si­on die Befug­nis zu, den Schä­di­ger in eige­nem Namen auf die Ersatz­leis­tung in Anspruch zu neh­men [15].

Die­se Erwä­gun­gen sind nicht auf den Streit­fall über­trag­bar. Eine Ein­zie­hungs­er­mäch­ti­gung der AOK B. für die Klä­ge­rin kann damit nicht begrün­det wer­den. Denn die genann­te Recht­spre­chung bezieht sich aus­schließ­lich auf den For­de­rungs­über­gang auf einen Trä­ger der Sozi­al­hil­fe, für des­sen Leis­tun­gen der Nach­rang der Sozi­al­hil­fe (§ 2 SGB XII) gilt. An dem For­de­rungs­über­gang im Streit­fall war jedoch kein Trä­ger der Sozi­al­hil­fe betei­ligt. Der For­de­rungs­über­gang erfolg­te am 17.06.2003 zwi­schen der AOK B. und der Klä­ge­rin und damit zwi­schen zwei Trä­gern der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung (vgl. § 4 SGB V). Die Leis­tungs­pflich­ten der Klä­ge­rin ste­hen auch nicht in einem Nach­rang­ver­hält­nis zu den Leis­tungs­pflich­ten der AOK B., das eine Ein­zie­hungs­er­mäch­ti­gung der AOK B. recht­fer­ti­gen könn­te. Viel­mehr sind die Leis­tungs­pflich­ten der AOK B. und die der Klä­ge­rin nach dem Kran­ken­kas­sen­wech­sel des Geschä­dig­ten am 17.06.2003 zeit­lich von­ein­an­der abzu­gren­zen [16].

Die Auf­fas­sung, eben­so wie die Ermäch­ti­gung des Geschä­dig­ten die öffent­li­chen Kas­sen ent­las­te, bewir­ke auch eine Ermäch­ti­gung des „ers­ten“ Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­gers eine Ent­las­tung des spä­te­ren Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­gers, trifft nicht zu. Da die Leis­tungs­pflich­ten der AOK B. und der Klä­ge­rin zeit­lich von­ein­an­der abzu­gren­zen sind, gibt es grund­sätz­lich kei­ne Über­schnei­dun­gen, bei denen Leis­tun­gen der AOK B. die Klä­ge­rin ent­las­ten. Allen­falls bei Leis­tun­gen, wel­che die AOK B. irr­tüm­lich als nicht mehr zustän­di­ger Kran­ken­ver­si­che­rungs­trä­ger erbracht hat, könn­te eine Ein­zie­hungs­er­mäch­ti­gung der AOK B. eine Ent­las­tung der Klä­ge­rin gegen­über einem etwai­gen Erstat­tungs­an­spruch der AOK B. nach § 105 SGB X bewir­ken [17]. Eine sol­che Fall­ge­stal­tung ist jedoch nicht gege­ben.

Kei­ne Hem­mung ent­spre­chend § 407 BGB

Die neue Kran­ken­kas­se kann sich auch nicht nach dem Rechts­ge­dan­ken des § 407 BGB auf die Ver­hand­lun­gen der ehe­ma­li­gen Kran­ken­kas­se mit dem Haft­pflicht­ver­si­che­rer der Schä­di­ger als ver­jäh­rungs­hem­men­de Maß­nah­me beru­fen. Zwar ist § 407 BGB gemäß § 412 BGB auf den For­de­rungs­über­gang von der alten auf die neue Kran­ken­kas­se anwend­bar [18]. Es han­delt sich jedoch um eine Schutz­vor­schrift zuguns­ten des Schuld­ners [19]. Da es bei der Hem­mung der Ver­jäh­rung um Wir­kun­gen zuguns­ten des Gläu­bi­gers und nicht um den von § 407 BGB inten­dier­ten Schuld­ner­schutz geht [20], ist auch der Rechts­ge­dan­ke des § 407 BGB im Streit­fall nicht ein­schlä­gig.

Ver­jäh­rungs­ver­zichts­er­klä­rung gegen­über der alten Kran­ken­kas­se

Die Ver­jäh­rungs­ver­zichts­er­klä­run­gen, die der Haft­pflicht­ver­si­che­rer der Schä­di­ger in der Zeit nach dem For­de­rungs­über­gang vom 17.06.2003 gegen­über der alten Kran­ken­kas­se abge­ge­ben hat, wirkt nicht zuguns­ten der neu­en Klä­ge­rin.

Aller­dings kann der Schuld­ner nach neu­em Ver­jäh­rungs­recht durch ein­sei­ti­ge Erklä­rung auf die Ein­re­de der Ver­jäh­rung unab­hän­gig von deren Ein­tritt ver­zich­ten [21]. Im Streit­fall ist gemäß Art. 229 § 6 Abs. 1 Satz 1 EGBGB neu­es Ver­jäh­rungs­recht anwend­bar, weil die streit­ge­gen­ständ­li­chen Ansprü­che am 1.01.2002 bestan­den, aber noch nicht ver­jährt waren [22].

Die nach dem For­de­rungs­über­gang gegen­über der alten Kran­ken­kas­se abge­ge­be­nen Ver­jäh­rungs­ver­zichts­er­klä­run­gen wirk­ten jedoch schon ihrem Inhalt nach nicht zuguns­ten der neu­en Kran­ken­kas­se als der neu­en Gläu­bi­ge­rin. Die bei der alten Kran­ken­kas­se ver­blie­be­nen und die auf die neue Kran­ken­kas­se über­ge­gan­ge­nen Anspruchs­tei­le stan­den sich trotz Gleich­heit des Ursprungs und der Rechts­na­tur als selb­stän­di­ge For­de­run­gen – weil durch die Per­son der Gläu­bi­ger geschie­den – gegen­über, die selb­stän­dig ver­jähr­ten [23]. Ein Ver­jäh­rungs­ver­zicht kann, sofern dar­in nicht die Absicht zum Aus­druck kommt, den Ver­zicht wei­te­ren Per­so­nen gegen­über aus­zu­spre­chen, grund­sätz­lich nur auf den Adres­sa­ten – hier die alte Kran­ken­kas­se. – bezo­gen wer­den [24].

Außer­dem hat der Haft­pflicht­ver­si­che­rer die nach For­de­rungs­über­gang erklär­ten Ver­jäh­rungs­ver­zich­te aus­schließ­lich gegen­über der alten Kran­ken­kas­se abge­ge­ben hat, die dabei nicht stell­ver­tre­tend für die neue Kran­ken­kas­se auf­ge­tre­ten ist.

Zurech­nung des Ver­jäh­rungs­be­ginns bei der alten Kran­ken­kas­se

Die neue Kran­ken­kas­se muss sich den bei der alten ein­ge­tre­te­nen Ver­jäh­rungs­be­ginn zurech­nen las­sen. Geht der Ersatz­an­spruch von einem Sozi­al­leis­tungs­trä­ger auf einen ande­ren über, gilt in die­ser Hin­sicht nichts ande­res als bei dem For­de­rungs­über­gang vom Geschä­dig­ten auf den Sozi­al­leis­tungs­trä­ger gemäß § 116 Abs. 1 Satz 1 SGB X [25]. Für den Beginn der Ver­jäh­rungs­frist ist aus­rei­chend, dass der ursprüng­li­che Gläu­bi­ger die Vor­aus­set­zun­gen des § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB bzw. des § 852 Abs. 1 Fall 1 BGB a.F. erfüllt hat. Dann geht der Anspruch mit in Gang gesetz­ter Ver­jäh­rung über, auch wenn die Kennt­nis viel­leicht gera­de durch den Rechts­über­gang ver­lo­ren geht [26].

Treu und Glau­ben

Den Schä­di­gern ist auch nicht nach Treu und Glau­ben gemäß § 242 BGB ver­wehrt, sich gegen­über der neu­en Kran­ken­kas­se auf die Ein­re­de der Ver­jäh­rung zu beru­fen. Die Beru­fung auf die Ein­re­de der Ver­jäh­rung kann zwar treu­wid­rig sein, wenn der Schuld­ner bei dem Gläu­bi­ger den Ein­druck erweckt oder auf­recht­erhal­ten hat, des­sen Ansprü­che befrie­di­gen oder doch nur mit sach­li­chen Ein­wen­dun­gen bekämp­fen zu wol­len, und den Gläu­bi­ger dadurch von der recht­zei­ti­gen Erhe­bung einer Kla­ge abge­hal­ten hat [27]. Eine sol­che Fall­ge­stal­tung ist jedoch nicht gege­ben. Es ist gera­de nicht fest­ge­stellt, dass die neue Kran­ken­kas­se von den Ver­zichts­er­klä­run­gen des Haft­pflicht­ver­si­che­rers gegen­über der AOK B. erfah­ren hat und dadurch in ihrem Ver­hal­ten beein­flusst wur­de.

Der Umstand, dass der Haft­pflicht­ver­si­che­rer der Schä­di­ger gegen­über der alten Kran­ken­kas­se – jeweils befris­tet – auf die Ein­re­de der Ver­jäh­rung ver­zich­tet hat, die Schä­di­ger sich jedoch gegen­über der neu­en Kran­ken­kas­se auf die in die­ser Zeit ein­ge­tre­te­ne Ver­jäh­rung beru­fen, stellt auch kei­nen Rechts­miss­brauch durch wider­sprüch­li­ches Ver­hal­ten dar. Selbst wenn ein wider­sprüch­li­ches Ver­hal­ten vor­lä­ge, wäre es nur dann rechts­miss­bräuch­lich, wenn für den ande­ren Teil ein Ver­trau­ens­tat­be­stand ent­stan­den wäre oder beson­de­re Umstän­de die Rechts­aus­übung als treu­wid­rig erschei­nen lie­ßen [28]. Da nicht fest­ge­stellt ist, dass die neue Kran­ken­kas­se von den Ver­zichts­er­klä­run­gen des Haft­pflicht­ver­si­che­rers gegen­über der alten erfah­ren hat, ist kein Ver­trau­ens­tat­be­stand anzu­neh­men. In dem Ver­hal­ten der Schä­di­ger liegt auch kein „unlös­ba­rer Wider­spruch“, der ihr Ver­hal­ten aus­nahms­wei­se unab­hän­gig von einem Ver­trau­ens­tat­be­stand als rechts­miss­bräuch­lich erschei­nen lie­ße [29]. Es ist nicht fest­ge­stellt, dass die Schä­di­ger oder ihr Haft­pflicht­ver­si­che­rer von dem For­de­rungs­über­gang auf die neue Kran­ken­kas­se wuss­ten, als sie die Ver­zichts­er­klä­run­gen gegen­über der alten Kran­ken­kas­se abga­ben. Die Beklag­ten waren daher durch die Ver­zichts­er­klä­run­gen nicht gehin­dert, sich gegen­über der neu­en Kran­ken­kas­se auf die Ein­re­de der Ver­jäh­rung zu beru­fen. Dass die Schä­di­ger die Ver­zichts­er­klä­run­gen mög­li­cher­wei­se bei Kennt­nis von dem For­de­rungs­über­gang auf Anfor­de­rung auch gegen­über der neu­en Kran­ken­kas­se abge­ge­ben hät­ten, ver­mag eine Treu­wid­rig­keit allein nicht zu begrün­den.

Zwar steht die neue Kran­ken­kas­se damit schlech­ter, als sie gestan­den hät­te, wenn sie schon zum Zeit­punkt des Scha­dens­er­eig­nis­ses gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung des Geschä­dig­ten gewe­sen wäre, weil die Ver­jäh­rung dann erst mit Kennt­nis oder grob­fahr­läs­si­ger Unkennt­nis der Mit­ar­bei­ter der Regress­ab­tei­lung der neu­en Kran­ken­kas­se begon­nen hät­te [30]. Auch der gebo­te­ne Schutz der Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger und deren aner­kann­tes Inter­es­se an effek­ti­ven Rück­griffs­mög­lich­kei­ten recht­fer­ti­gen jedoch kei­ne ande­re Beur­tei­lung. Der Gesetz­ge­ber hat – aus­ge­hend von dem Grund­ge­dan­ken, dass die Rechts­po­si­ti­on des Schuld­ners durch einen For­de­rungs­über­gang nicht ver­schlech­tert wer­den darf – in §§ 404, 412 BGB bestimmt, dass dem Schuld­ner die bestehen­den Gegen­rech­te gegen­über dem Zes­sio­nar erhal­ten blei­ben. Davon hat der Gesetz­ge­ber für den For­de­rungs­über­gang nach § 116 SGB X kei­ne Aus­nah­me vor­ge­se­hen. Den Gerich­ten ist es daher ver­wehrt, die Geset­zes­an­wen­dung nach dem Schutz­be­dürf­nis der Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger aus­zu­rich­ten, selbst wenn sie die­ses Schutz­be­dürf­nis höher bewer­ten woll­ten als den Schutz des Schuld­ners [31].

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 1. Juli 2014 – VI ZR 391/​13

  1. vgl. BGH, Urtei­le vom 30.11.1955 – VI ZR 211/​54, BGHZ 19, 177, 178; vom 08.07.2003 – VI ZR 274/​02, BGHZ 155, 342, 346; vom 17.06.2008 – VI ZR 197/​07, VersR 2008, 1350 Rn. 12; vom 12.04.2011 – VI ZR 158/​10, BGHZ 189, 158 Rn. 8, 23; vom 24.04.2012 – VI ZR 329/​10, VersR 2012, 924 Rn. 9; BGH, Urteil vom 10.07.1967 – III ZR 78/​66, BGHZ 48, 181, 184 ff.[]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 10.11.2009 – VI ZR 247/​08, VersR 2010, 214 Rn. 10; BGH, Urtei­le vom 23.01.2007 – XI ZR 44/​06, BGHZ 171, 1 Rn.19 ff.; vom 24.07.2012 – II ZR 117/​10, WM 2012, 1777 Rn. 25 mwN; NK-BGB/­Budz­i­kie­wicz, 2. Aufl., Art. 229 § 6 EGBGB Rn. 63[]
  3. vgl. NK-BGB/­Budz­i­kie­wicz, 2. Aufl., Art. 229 § 6 EGBGB Rn. 42; Münch­Komm-BGB/­Gro­the, 5. Aufl., Art. 229 § 6 EGBGB Rn. 9; sie­he auch Staudinger/​Peters, BGB, Neubearb.2003, Art. 229 § 6 EGBGB Rn. 13[]
  4. vgl. BGH, Urtei­le vom 15.03.2011 – VI ZR 162/​10, VersR 2011, 682 Rn. 8; vom 24.04.2012 – VI ZR 329/​10, VersR 2012, 924 Rn.19, jeweils mwN[]
  5. vgl. BGH, Urtei­le vom 07.12 1982 – VI ZR 9/​81, VersR 1983, 262, 263; vom 04.11.1997 – VI ZR 375/​96, VersR 1998, 124, 125; vom 08.12 1998 – VI ZR 318/​97, VersR 1999, 382, 383; vom 13.03.2001 – VI ZR 290/​00, VersR 2001, 1005 f.; vom 03.12 2002 – VI ZR 142/​02, VersR 2003, 267, 268 f.; vom 12.04.2011 – VI ZR 158/​10, BGHZ 189, 158 Rn. 26; vom 24.04.2012 – VI ZR 329/​10, VersR 2012, 924 Rn. 17; KassKomm/​Kater, Sozi­al­ver­si­che­rungs­recht, § 116 SGB X Rn. 155 [Stand: Juni 2013]; Wussow/​Schneider, Unfall­haft­pflicht­recht, 16. Aufl., Kap. 75 Rn. 2[]
  6. vgl. BGH, Urtei­le vom 09.07.1985 – VI ZR 219/​83, VersR 1985, 1083, 1084; vom 04.11.1997 – VI ZR 375/​96, aaO; vom 08.12 1998 – VI ZR 318/​97, aaO; vom 24.04.2012 – VI ZR 329/​10, aaO; KassKomm/​Kater, aaO[]
  7. vgl. Wussow/​Schneider, Unfall­haft­pflicht­recht, 16. Aufl., Kap. 75 Rn. 6; BGH, Urtei­le vom 19.03.1985 – VI ZR 163/​83, VersR 1985, 732, 733; vom 12.04.2011 – VI ZR 158/​10, BGHZ 189, 158 Rn. 26[]
  8. vgl. BGH, Urtei­le vom 02.03.1982 – VI ZR 245/​79, VersR 1982, 546, 547 f., inso­weit in BGHZ 83, 162 nicht abge­druckt; vom 09.07.1985 – VI ZR 219/​83, VersR 1985, 1083, 1084; Wussow/​Schneider, aaO, Kap. 75 Rn. 2[]
  9. vgl. BGH, Urtei­le vom 19.03.1985 – VI ZR 163/​83, VersR 1985, 732, 733; vom 04.11.1997 – VI ZR 375/​96, VersR 1998, 124, 125; Wussow/​Schneider, aaO, Kap. 75 Rn. 2; KassKomm/​Kater, aaO Rn.190 a; für den erst­ma­li­gen For­de­rungs­über­gang BGH, Urtei­le vom 30.11.1955 – VI ZR 211/​54, BGHZ 19, 177, 179; vom 24.04.2012 – VI ZR 329/​10, VersR 2012, 924 Rn. 18 mwN). Dem­entspre­chend erwarb die Klä­ge­rin von der AOK B. Scha­dens­er­satz­an­sprü­che des Geschä­dig­ten, für die die Ver­jäh­rung an sich am 1.01.2002 (ver­trag­li­che Ansprü­che) bzw. am 14.08.2001 (delik­ti­sche Ansprü­che) begon­nen hat­te, bis zum Rechts­über­gang am 17.06.2013 aber Ver­jäh­rungs­hem­mung ein­ge­tre­ten war.

    Kei­ne Hem­mung wegen schwe­ben­der Ver­hand­lun­gen gegen­über der neu­en Kran­ken­kas­se

    In der Per­son der neu­en Kran­ken­kas­se ist der Hem­mungs­tat­be­stand des § 203 BGB nicht gege­ben. Sie selbst führt kei­ne Ver­hand­lun­gen über den Anspruch oder die den Anspruch begrün­den­den Umstän­de mit den Schä­di­ger oder deren Haft­pflicht­ver­si­che­rer, die eine (wei­te­re) Hem­mung der Ver­jäh­rung zu ihren Guns­ten hät­te bewir­ken kön­nen.

    Schwe­ben zwi­schen dem Schuld­ner und dem Gläu­bi­ger Ver­hand­lun­gen über den Anspruch oder die den Anspruch begrün­den­den Umstän­de, so ist die Ver­jäh­rung gemäß § 203 Satz 1 BGB gehemmt, bis der eine oder der ande­re Teil die Fort­set­zung der Ver­hand­lun­gen ver­wei­gert.

    Bei dem Ver­han­deln han­delt es sich – anders als beim Ver­zicht auf die Ein­re­de der Ver­jäh­rung – nicht um eine Ver­fü­gung des Schuld­ners über die Ein­re­de. Viel­mehr tritt die Hem­mung der Ver­jäh­rung bei Ver­hand­lun­gen von Geset­zes wegen ein. Die den frü­he­ren Rechts­ge­dan­ken der § 639 Abs. 2, § 651g Abs. 2 Satz 3 und § 852 Abs. 2 BGB a.F. ver­all­ge­mei­nern­de Rege­lung des § 203 BGB ver­folgt den Zweck, Rechts­strei­tig­kei­ten zu ver­mei­den. Ver­hand­lun­gen zwi­schen Gläu­bi­ger und Schuld­ner sol­len nicht unter den Druck einer ablau­fen­den Ver­jäh­rungs­frist gestellt wer­den. Zugleich soll dem ver­hand­lungs­be­rei­ten Schuld­ner die Ein­re­de der Ver­jäh­rung vor­be­hal­ten blei­ben, wäh­rend der Gläu­bi­ger von der Ver­wirk­li­chung ande­rer ver­jäh­rungs­hem­men­der oder unter­bre­chen­der Tat­be­stän­de, ins­be­son­de­re von der Ein­lei­tung gericht­li­cher Ver­fah­ren, abge­hal­ten wer­den soll ((vgl. BGH, Urteil vom 14.07.2009 – XI ZR 18/​08, BGHZ 182, 76 Rn. 22; BT-Drs. 14/​6040, S. 111 f.; 14/​7052, S. 180; Münch­Komm-BGB/­Gro­the, 6. Aufl., § 203 Rn. 3 f.; Peters/​Jacoby in Stau­din­ger, BGB, Neubearb.2009, § 203 Rn. 1, 4[]

  10. vgl. Peters/​Jacoby, aaO, § 209 Rn. 1[]
  11. vgl. BGH, Urteil vom 17.06.2008 – VI ZR 197/​07, VersR 2008, 1350 Rn. 23; NK-BGB/­Man­sel/­Budz­i­kie­wicz, 2. Aufl., § 209 Rn. 5; Peters/​Jacoby in Stau­din­ger, BGB, Neubearb.2009, § 209 Rn. 4; sie­he zur ver­stri­che­nen Hem­mung BGH, Urteil vom 02.03.1982 – VI ZR 245/​79, VersR 1982, 546, 547, inso­weit in BGHZ 83, 162 nicht abge­druckt[]
  12. vgl. LG Nürn­berg-Fürth, MedR 2008, 744, 745; NK-BGB/­Man­sel/­Budz­i­kie­wicz, 2. Aufl., § 203 Rn.20 mwN; Peters/​Jacoby in Stau­din­ger, BGB, Neubearb.2009, § 203 Rn. 9; Erman/­Schmidt-Räntsch, BGB, 13. Aufl., § 203 Rn. 8; Beck­OK BGB/​Spindler, § 203 Rn. 6 [Stand: 1.11.2013]; sie­he auch BGH, Urteil vom 18.01.1994 – VI ZR 190/​93, VersR 1994, 491, 492; BGH, Urteil vom 13.03.2008 – I ZR 116/​06, VersR 2008, 1669 Rn. 23 f.[]
  13. vgl. Peters/​Jacoby in Stau­din­ger, BGB, Neubearb.2009, § 203 Rn. 9; sie­he zur Geneh­mi­gung einer Kla­ge­er­he­bung BGH, Urteil vom 11.12 2003 – IX ZR 109/​00, WM 2004, 1792, 1794 mwN[]
  14. vgl. BGH, Urtei­le vom 12.12 1995 – VI ZR 271/​94, BGHZ 131, 274, 283 ff.; vom 25.06.1996 – VI ZR 117/​95, BGHZ 133, 129, 135; vom 05.03.2002 – VI ZR 442/​00, BGHZ 150, 94, 99; vom 02.12 2003 – VI ZR 243/​02, VersR 2004, 492, 493; vom 27.06.2006 – VI ZR 337/​04, VersR 2006, 1383 Rn. 14; BGH, Urtei­le vom 08.11.2001 – IX ZR 64/​01, WM 2001, 2455, 2457; vom 10.10.2002 – III ZR 205/​01, NJW 2002, 3769, 3770; Geigel/​Plagemann, Der Haft­pflicht­pro­zess, 26. Aufl., Kap. 30 Rn. 38, 43; KassKomm/​Kater, Sozi­al­ver­si­che­rungs­recht, § 116 SGB X Rn.191 [Stand: Juni 2013][]
  15. vgl. BGH, Urtei­le vom 12.12 1995 – VI ZR 271/​94, BGHZ 131, 274, 283 f.; vom 27.06.2006 – VI ZR 337/​04, VersR 2006, 1383 Rn. 14 mwN[]
  16. vgl. BSGE 99, 102 Rn. 11 ff. mwN; BSGE 108, 206 Rn. 9 ff.; Mack in juris­PK-SGB V, 2. Aufl., § 19 SGB V Rn. 87 ff. mwN; Fahl­busch in juris­PK-SGB V, 2. Aufl., § 27 SGB V Rn. 23 ff.[]
  17. vgl. dazu Kass-Kom­m/­Ka­ter, Sozi­al­ver­si­che­rungs­recht, § 105 SGB X Rn. 49 [Stand: Dezem­ber 2013]; sie­he aber auch BGH, Urteil vom 08.07.2003 – VI ZR 274/​02, BGHZ 155, 342, 347 ff.; Wal­ter­mann in Kreikebohm/​Spellbrink/​Waltermann, Kom­men­tar zum Sozi­al­recht, 3. Aufl., § 116 SGB X Rn. 28[]
  18. vgl. Staudinger/​Busche, BGB, Neubearb.2012, § 407 Rn. 3[]
  19. vgl. BGH, Urtei­le vom 28.05.1969 – V ZR 46/​66, BGHZ 52, 150, 152 ff.; vom 17.03.1975 – VIII ZR 245/​73, BGHZ 64, 122, 127; vom 19.10.1987 – II ZR 9/​87, BGHZ 102, 68, 71; vom 03.05.2005 – XI ZR 287/​04, BGHZ 163, 59, 63; Palandt/​Grüneberg, BGB, 73. Aufl., § 407 Rn. 1, 11; Staudinger/​Busche, aaO, § 407 Rn. 1 f., 20[]
  20. sie­he auch Peters/​Jacoby in Stau­din­ger, BGB, Neubearb.2009, § 204 Rn. 10[]
  21. vgl. BGH, Urtei­le vom 18.09.2007 – XI ZR 447/​06, WM 2007, 2230 Rn. 15 mwN; vom 16.03.2009 – II ZR 32/​08, WM 2009, 955 Rn. 22; vom 15.04.2010 – III ZR 196/​09, BGHZ 185, 185 Rn. 17; vom 06.12 2012 – VII ZR 15/​12, VersR 2013, 911 Rn. 13; KG, KGR Ber­lin 2008, 809, 810; Wenzel/​Jahnke, Der Arzt­haf­tungs­pro­zess, 2012, Kap. 2 Rn. 3366 f.; sie­he auch § 202 Abs. 2 BGB; zum frü­he­ren Ver­jäh­rungs­recht vgl. BGH, Urtei­le vom 04.11.1997 – VI ZR 375/​96, VersR 1998, 124, 125 mwN; vom 17.06.2008 – VI ZR 197/​07, VersR 2008, 1350 Rn. 28; NK-BGB/­Man­sel/Stür­ner, 2. Aufl., § 202 Rn. 45[]
  22. sie­he auch Wenzel/​Jahnke, aaO[]
  23. vgl. BGH, Urtei­le vom 15.01.1957 – VI ZR 317/​55, VersR 1957, 231, 232; vom 18.01.1966 – VI ZR 147/​64, BGHZ 44, 382, 388 f.; vom 02.12 2008 – VI ZR 312/​07, VersR 2009, 230 Rn. 17, für den For­de­rungs­über­gang vom Geschä­dig­ten auf den Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger[]
  24. vgl. BGH, Urteil vom 07.05.1957 – VI ZR 16/​56, VersR 1957, 452, 453; Wussow/​Schmitt, Unfall­haft­pflicht­recht, 16. Aufl., Kap. 58 Rn. 14[]
  25. vgl. KassKomm/​Kater, Sozi­al­ver­si­che­rungs­recht, § 116 SGB X Rn.190a; BGB-RGRK/K­reft, 12. Aufl., § 852 Rn. 38; sie­he auch BGH, Urtei­le vom 02.03.1982 – VI ZR 245/​79, VersR 1982, 546, 547 f., inso­weit in BGHZ 83, 162 nicht abge­druckt; vom 24.02.1983 – VI ZR 243/​80, VersR 1983, 536, 537[]
  26. vgl. BGH, Urtei­le vom 30.01.1973 – VI ZR 4/​72, VersR 1973, 371 f.; vom 04.10.1983 – VI ZR 194/​81, VersR 1984, 136, 137; vom 04.11.1997 – VI ZR 375/​96, VersR 1998, 124, 125; Palandt/​Ellenberger, BGB, 73. Aufl., § 199 Rn. 26; Palandt/​Grüneberg, aaO, § 404 Rn. 5; Peters/​Jacoby in Stau­din­ger, BGB, Neubearb.2009, § 199 Rn. 56; Münch­Komm-BGB/Roth, 6. Aufl., § 404 Rn. 10; sie­he auch BGH, Urteil vom 10.07.1967 – III ZR 78/​66, BGHZ 48, 181, 183[]
  27. vgl. BGH, Urtei­le vom 12.12 1978 – VI ZR 159/​77, VersR 1979, 284 f.; vom 04.11.1997 – VI ZR 375/​96, VersR 1998, 124, 125; vom 17.06.2008 – VI ZR 197/​07, VersR 2008, 1350 Rn. 28, 31; BGH, Urtei­le vom 03.02.1953 – I ZR 61/​52, BGHZ 9, 1, 5 f.; vom 14.11.2013 – IX ZR 215/​12, DB 2014, 479 Rn. 15 jeweils mwN; Looschelders/​Olzen in Stau­din­ger, BGB, Neubearb.2009, § 242 Rn. 533 ff., 549 ff.; Münch­Komm-BGB/Ro­th/­Schu­bert, 6. Aufl., § 242 Rn. 286, jeweils mwN[]
  28. vgl. Palandt/​Grüneberg, BGB, 73. Aufl., § 242 Rn. 55 ff.; sie­he auch Looschelders/​Olzen in Stau­din­ger, BGB, Neubearb.2009, § 242 Rn. 286 ff.[]
  29. vgl. BGH, Urtei­le vom 20.03.1986 – III ZR 236/​84, NJW 1986, 2104, 2107; vom 20.09.1995 – VIII ZR 52/​94, BGHZ 130, 371, 375 mwN; Palandt/​Grüneberg, BGB, 73. Aufl., § 242 Rn. 59; Looschelders/​Olzen, in Stau­din­ger, BGB, Neubearb.2009, § 242 Rn. 298 ff.; Münch-KommBGB/Ro­th/­Schu­bert, 6. Aufl., § 242 Rn. 319 ff.[]
  30. sie­he dazu BGH, Urteil vom 17.04.2012 – VI ZR 108/​11, BGHZ 193, 67 Rn. 10 mwN[]
  31. vgl. BGH, Urtei­le vom 04.10.1983 – VI ZR 194/​81, VersR 1984, 136, 137 zu § 1542 RVO; vom 24.04.2012 – VI ZR 329/​10, VersR 2012, 924 Rn. 21[]