Über­spann­te Sub­stan­ti­ie­rungs­an­for­de­run­gen

Eine Par­tei genügt ihrer Dar­le­gungs­last bereits dann, wenn sie Tat­sa­chen vor­trägt, die in Ver­bin­dung mit einem Rechts­satz geeig­net sind, das gel­tend gemach­te Recht als ent­stan­den erschei­nen zu las­sen.

Über­spann­te Sub­stan­ti­ie­rungs­an­for­de­run­gen

Wird das Par­tei­vor­brin­gen die­sen Anfor­de­run­gen gerecht, so kann der Vor­trag wei­te­rer Ein­zel­tat­sa­chen, wie z.B. Details zu Zeit und Ort, nicht ver­langt wer­den.

Es ist dann Sache des Tatrich­ters, in die Beweis­auf­nah­me ein­zu­tre­ten und dabei gege­be­nen­falls die benann­ten Zeu­gen oder die zu ver­neh­men­de Par­tei nach wei­te­ren Ein­zel­hei­ten zu befra­gen oder einem Sach­ver­stän­di­gen die beweis­erheb­li­chen Fra­gen zu unter­brei­ten 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 20. Mai 2015 – VII ZB 53/​13

  1. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 21.10.2014 – VIII ZR 34/​14, ZfBR 2015, 139 Rn. 13, 20 f.; vom 06.02.2014 – VII ZR 160/​12, NZBau 2014, 221 Rn. 12; jeweils m.w.N.[]