Umset­zung von Ver­brau­cher­kre­dit­richt­li­nie und Zah­lungs­dienst­e­richt­li­nie

Im Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren steht die Umset­zung der Zah­lungs­dienst­e­richt­li­nie und der Ver­brau­cher­kre­dit­li­nie der EU an. Der hier­zu von der Bun­des­re­gie­rung vor­ge­leg­te Geset­zes­ent­wurf sieht umfang­rei­che Ände­run­gen im Bür­ger­li­chen Gesetz­buch vor.

Umset­zung von Ver­brau­cher­kre­dit­richt­li­nie und Zah­lungs­dienst­e­richt­li­nie

Mit der Zah­lungs­dienst­e­richt­li­nie (Richt­li­nie 2007/​64/​EG über Zah­lungs­diens­te im Bin­nen­markt) soll ein har­mo­ni­sier­ter Rechts­rah­men für unba­re Zah­lun­gen im euro­päi­schen Bin­nen­markt geschaf­fen wer­den. Zur Umset­zung die­ser Richt­li­nie sind umfang­rei­che Ände­run­gen und Ergän­zun­gen der ein­schlä­gi­gen BGB-Vor­schrif­ten für Zah­lungs­ver­fah­ren wie Über­wei­sung, Zah­lungs­kar­te oder Last­schrift vor­ge­se­hen.

Mit der Umset­zung der neu­ge­fass­ten Ver­brau­cher­kre­dit­li­nie (Richt­li­nie 2008/​48/​EG über Ver­brau­cher­kre­dit­ver­trä­ge) ste­hen die Rege­lun­gen über Geld­dar­le­hen, ins­be­son­de­re die Bestim­mun­gen zu Wer­bung, ver­trag­li­chen Infor­ma­tio­nen, Wider­ruf und zur Berech­nung des effek­ti­ven Jah­res­zin­ses zur Über­ar­bei­tung an.

Außer­dem sieht der Gesetz­ent­wurf vor, dass der Rege­lungs­ge­halt der BGB-Infor­ma­ti­ons­pflich­ten-Ver­ord­nung in das Ein­füh­rungs­ge­setz zum BGB über­führt und um Vor­schrif­ten zu Ver­brau­cher­kre­di­ten und Zah­lungs­diens­ten ergänzt wer­den soll. So soll erreicht wer­den, dass auch die Mus­ter für die Wider­rufs- und Rück­ga­be­be­leh­rung Geset­zes­rang erhal­ten und nicht mehr von Gerich­ten als nicht geset­zes­kon­form beur­teilt wer­den kön­nen.

Die Zah­lungs­dienst­e­richt­li­nie ist bis zum 31. Okto­ber 2009 in deut­sches Recht umzu­set­zen, für die Ver­brau­cher­kre­dit­richt­li­nie läuft die Umset­zungs­frist bis zum 12. Mai 2010.