Unkünd­ba­re Grab­pfle­ge

Betreibt jemand Vor­sor­ge für sei­ne eige­ne Grab­pfle­ge, so kann er die­sen Ver­trag zu Leb­zei­ten auch wie­der kün­di­gen. Ander­wei­ti­ge Ver­ein­ba­run­gen in den Ver­trags­for­mu­la­ren, die eine Kün­di­gung durch den Bestel­ler zu des­sen Leb­zei­ten aus­schlie­ßen, ver­sto­ßen als (for­mu­lar­mä­ßig ver­wen­de­te) All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen gegen gesetz­li­che Klau­sel­ver­bo­te und sind daher nach einem heu­te ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs unwirk­sam.

Unkünd­ba­re Grab­pfle­ge

Eine vom Treu­neh­mer ver­wen­de­te All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gung in einem Treu­hand­ver­trag über die Ein­rich­tung eines sons­ti­gen Zweck­ver­mö­gens zur Sicher­stel­lung der Grab­pfle­ge nach dem Tod des Treu­ge­bers, die die­sem die Mög­lich­keit der Kün­di­gung zu sei­nen Leb­zei­ten nimmt, ver­stößt gegen § 309 Nr. 9a BGB.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 12. März 2009 – III ZR 142/​08