Unter­las­sungs­kla­ge – und der zu unbe­stimm­te Ver­bots­an­trag

Ein Ver­bots­an­trag darf im Hin­blick auf § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO nicht der­art undeut­lich gefasst sein, dass Gegen­stand und Umfang der Ent­schei­dungs­be­fug­nis des Gerichts nicht erkenn­bar abge­grenzt sind, sich der Beklag­te nicht erschöp­fend ver­tei­di­gen kann und letzt­lich die Ent­schei­dung dar­über, was dem Beklag­ten ver­bo­ten ist, dem Voll­stre­ckungs­ge­richt über­las­sen bleibt.

Unter­las­sungs­kla­ge – und der zu unbe­stimm­te Ver­bots­an­trag

Danach ist die Ver­wen­dung eines aus­le­gungs­be­dürf­ti­gen Begriffs im Kla­ge­an­trag zur Bezeich­nung der zu unter­sa­gen­den Hand­lung im Regel­fall jeden­falls dann unzu­läs­sig, wenn die Par­tei­en über die Bedeu­tung die­ses Begriffs strei­ten 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 30. April 2015 – I ZR 13/​14

  1. st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 28.11.2013 – I ZR 7/​13, GRUR 2014, 398 Rn. 15 = WRP 2014, 431 – Online-Ver­si­che­rungs­ver­mitt­lung[]